Schutzfunktion in sanitären Installationen
Sicherheitsventile öffnen oder reagieren, wenn definierte Grenzwerte im System erreicht oder überschritten werden. Im Sanitärbereich betrifft das je nach Ausführung vor allem den Schutz vor Überdruck oder anderen sicherheitsrelevanten Zuständen in angeschlossenen Leitungen und Geräten. Damit schützen sie nicht die Bedienung des Wassers, sondern die Installation selbst und die daran angeschlossenen Komponenten.
Typische Einbausituationen bei Duschen, Wannen und Warmwassergeräten
Sicherheitsventile finden sich im Zusammenhang mit Badewannen, Duschen und deren Versorgung vor allem dort, wo Warmwasser erzeugt, gespeichert oder unter Druck geführt wird. Das kann einzelne Apparate, Zuleitungen oder Kombinationen mit wassererwärmenden Einrichtungen betreffen. Die konkrete Einbausituation hängt davon ab, ob das Ventil eine angeschlossene Armatur, einen Boiler, eine Leitung oder eine Gerätekombination absichern soll.
Ausführungen und systemabhängige Auswahl
Je nach Anlage werden Sicherheitsventile als einzelne Bauteile oder als Teil grösserer sicherheitstechnischer Einheiten eingesetzt. Relevante Unterschiede betreffen unter anderem Ansprechverhalten, Einbaulage, Anschlussart und die Abstimmung auf das jeweilige Gerät oder Leitungssystem. Welche Ausführung geeignet ist, richtet sich nach der konkreten Sanitärinstallation und nicht allein nach dem sichtbaren Endprodukt im Bad.
Abgrenzung zu Armaturen, Mischventilen und Ablaufteilen
Sicherheitsventile sind keine Armaturen zur regulären Wasserentnahme und keine Mischarmaturen zur Einstellung der Wassertemperatur. Im Unterschied zu Thermomischern, Badebatterien oder Mischventilen übernehmen sie keine Komfort- oder Bedienfunktion. Sie sind auch nicht mit Ablaufgarnituren, Ablaufsystemen oder Siphons zu verwechseln, da diese das Ableiten von Wasser regeln, nicht die sicherheitstechnische Absicherung der Versorgung.