Was unter Feuersperren zu verstehen ist
Feuersperren sind bauliche oder technische Elemente, die den Durchtritt von Flammen und je nach Ausführung auch von Hitze oder Rauch verzögern oder verhindern. Sie werden in Gebäuden an Stellen eingesetzt, an denen Öffnungen, Durchführungen oder bewegliche Abschlüsse die Abschottung eines Bereichs unterbrechen. Innerhalb der Feuerlöscheinrichtungen gehören sie zu den Einrichtungen, die den Brand räumlich begrenzen, statt ihn direkt zu löschen.
Typische Einbauorte in Gebäuden und Anlagen
Feuersperren finden sich an Übergängen zwischen Brandabschnitten, in Schächten, bei Leitungsdurchführungen, in technischen Räumen oder an betrieblich notwendigen Öffnungen. Relevante Einsatzorte sind Bereiche, in denen Installationen Wände oder Decken durchdringen oder in denen Material- und Personenwege gesichert werden müssen. Die konkrete Ausführung richtet sich nach Nutzung, Einbausituation und den geforderten Schutzeigenschaften des betroffenen Bauteils.
Ausführungen und funktionale Unterschiede
Feuersperren können als festes Abschottungselement oder als beweglicher Abschluss ausgeführt sein. Je nach System schliessen sie dauerhaft ab, reagieren im Brandfall selbsttätig oder werden in eine übergeordnete Sicherheitstechnik eingebunden. Funktional unterscheiden sie sich danach, ob sie einzelne Durchführungen sichern, grössere Öffnungen abschliessen oder die Ausbreitung entlang technischer Installationen unterbrechen.
Abgrenzung zu anderen Feuerlöscheinrichtungen
Feuersperren sind von Feuerhahnen, Feuerlöschposten oder Feuerlöschapparaten zu unterscheiden, weil sie kein Löschmittel bereitstellen. Gegenüber Löschwassersperren besteht der Unterschied darin, dass Feuersperren den Brand oder dessen Ausbreitung begrenzen, während Löschwassersperren den Umgang mit Löschwasser betreffen. Die Geschwisterleistungen "Anlagen" und "Einrichtungen" sind übergeordnete Sammelbegriffe; Feuersperren bezeichnen demgegenüber eine konkrete Schutzfunktion innerhalb dieses Bereichs.