Funktion von Feuerhahnen im Löschwassernetz
Ein Feuerhahn stellt eine definierte Entnahmestelle an einem Wasserleitungs- oder Löschwassernetz bereit. Er dient dazu, Löschwasser an einem festgelegten Ort verfügbar zu machen, ohne dass zuerst mobile Förderleitungen über grössere Distanzen aufgebaut werden müssen. Für die Planung sind die Einbindung in das Netz, die Erreichbarkeit im Einsatzfall und die eindeutige Lage im Aussenraum massgebend.
Einsatzorte bei Gebäuden, Arealen und Erschliessungen
Feuerhahnen werden dort eingesetzt, wo Gebäude, Siedlungen oder Betriebsareale über eine organisierte Löschwasserversorgung erschlossen werden. Typisch sind Standorte entlang von Zufahrten, an Erschliessungsstrassen, auf Werkarealen oder in der Nähe von Gebäudebereichen mit erhöhter Einsatzrelevanz. Entscheidend ist, dass die Entnahmestellen auch bei parkierenden Fahrzeugen, Witterung und Dunkelheit auffindbar und nutzbar bleiben.
Übliche Ausführungen und planerische Unterschiede
Je nach Umgebung und Netzaufbau kommen unterschiedliche Ausführungen in Frage, etwa oberirdische oder im Boden liegende Systeme. Die Wahl hängt unter anderem von der Leitungsführung, der Nutzung der Verkehrsflächen, dem Platzangebot und den Anforderungen an Unterhalt und Schutz ab. In privaten Arealen kann die Ausführung anders ausfallen als im öffentlichen Strassenraum, weil Zugänglichkeit, Betrieb und Zuständigkeiten anders organisiert sind.
Abgrenzung zu Feuerlöschposten, Apparaten und Reservoirs
Feuerhahnen sind Entnahmestellen am Netz und damit von Feuerlöschposten zu unterscheiden, die als gebäudefeste Löscheinrichtungen mit Schlauch und Armatur ausgeführt werden. Feuerlöschapparate sind portable Geräte für den unmittelbaren Erstangriff und ersetzen keine Löschwasserentnahmestelle. Feuerlösch-Reservoirs dienen der Speicherung von Wasser, während der Feuerhahn den tatsächlichen Bezugspunkt im Einsatz bildet.