Was beim Bau von Fahrbahnbelägen auf Brücken ausgeführt wird
Im Brückenbau bezeichnet diese Leistung die Herstellung oder Erneuerung der Fahrbahnoberfläche auf dem Bauwerk. Dazu gehören je nach System die Vorbereitung des Untergrunds, der Einbau von Schichten über der Brückenplatte, Anschlüsse an Randbereiche sowie die Ausbildung der Oberfläche für den Verkehr. Die Ausführung muss auf Bewegungen des Bauwerks, Witterungseinflüsse, Wasserführung und die Nutzung durch den Verkehr Rücksicht nehmen.
Typische Einsatzbereiche bei Neubau und Sanierung
Fahrbahnbeläge werden bei neu erstellten Brücken ebenso ausgeführt wie bei Teil- oder Gesamterneuerungen bestehender Bauwerke. Häufige Anlässe sind Belagsalterung, Schäden an der Oberfläche, Eingriffe an der Abdichtung oder Anpassungen an angrenzende Fahrbahnen. Auch bei Brückenverbreiterungen, Ersatzneubauten und Instandsetzungen einzelner Fahrstreifen gehört der Belagsbau zum Leistungsumfang.
Belagssysteme und konstruktive Schnittstellen
Je nach Brückentyp, Nutzung und Aufbau kommen unterschiedliche Belagssysteme in Frage. Im Brückenbau ist der Fahrbahnbelag meist nicht als isolierte Schicht zu betrachten, sondern als Teil eines abgestimmten Aufbaus mit Untergrund, Abdichtung, Schutzlagen, Entwässerung und Anschlüssen. Relevant sind zudem Randabschlüsse, Übergänge zu Fahrbahnübergangskonstruktionen sowie die Verträglichkeit mit dem bestehenden Bauwerk bei Sanierungen.
Abgrenzung zu anderen Leistungen im Brückenbau
Der Bau von Fahrbahnbelägen betrifft die nutzbare Oberflächen- und Aufbauschicht des Brückendecks, nicht die Tragkonstruktion des Bauwerks. Er unterscheidet sich damit vom Bau von Tragkonstruktionen, Lagern und Übergangskonstruktionen, die statische oder bewegungsbedingte Funktionen erfüllen. Auch die Entwässerung ist eine eigene Leistung, obwohl sie eng mit dem Belagsaufbau verbunden ist. Im Unterschied zum allgemeinen Brückenbau beschreibt diese Seite eine klar abgegrenzte Ausführungsleistung innerhalb des Gesamtbauwerks.