Wie Entwässerung an Brücken funktioniert
Brücken entwässern anders als ebenerdige Verkehrsflächen, weil Wasser auf dem Bauwerk aufgenommen, gesammelt und gezielt abgeführt werden muss. Je nach Aufbau erfolgt dies über punktuelle Einläufe, linienförmige Rinnen oder kombinierte Systeme. Entscheidend ist, dass Oberflächenwasser nicht unkontrolliert in Anschlüsse, Fugen oder konstruktive Bereiche eindringt.
Typische Einsatzbereiche bei Neubau und Erneuerung
Entwässerungsleistungen fallen beim Neubau von Brücken ebenso an wie bei Instandsetzungen und Sanierungen. Bearbeitet werden unter anderem Fahrbahnplatten, Randbereiche, Gehwegzonen, Anschlussstellen und Ableitungen unterhalb des Überbaus. Häufig wird die Entwässerung im Zusammenhang mit Belagsarbeiten, Abdichtungen oder der Erneuerung einzelner Brückenausrüstungsteile angepasst.
Bestandteile und Ausführungen von Entwässerungssystemen
Zur Entwässerung gehören je nach Projekt Einläufe, Abläufe, Rinnen, Sammel- und Fallleitungen sowie Anschlussdetails an den weiteren Wasserabfluss. Die Ausführung richtet sich nach Geometrie, Gefälle, Nutzung der Brücke und Zugänglichkeit für Reinigung und Unterhalt. Im Bestand kann die Leistung vom Austausch einzelner Elemente bis zur vollständigen Neuordnung der Wasserführung reichen.
Abgrenzung zu anderen Dienstleistungen im Brückenbau
Entwässerung ist im Brückenbau eine eigene Dienstleistung und nicht mit dem Bau von Fahrbahnbelägen gleichzusetzen: Der Belag bildet die Oberfläche, die Entwässerung erfasst und leitet das Wasser ab. Sie unterscheidet sich auch vom Bau von Übergangskonstruktionen, Tragkonstruktionen oder Gründungsarbeiten, weil ihr Schwerpunkt auf der Wasserführung und nicht auf der Lastabtragung oder Bewegungsaufnahme liegt. Innerhalb des Brückenbaus ergänzt sie diese Leistungen, ohne sie zu ersetzen.