Welche Arbeiten zum Bau von Tragkonstruktionen gehören
Zur Leistung gehören die bauliche Umsetzung der tragenden Brückenelemente und deren konstruktive Verbindung zu einem funktionsfähigen System. Ausgeführt werden je nach Projekt Beton-, Stahl- oder Verbundbauteile, einschliesslich Schalung, Bewehrung, Betonage, Montage, Verbindungen und temporärer Hilfskonstruktionen. Der Umfang richtet sich nach dem statischen Konzept und der vorgesehenen Bauweise des jeweiligen Bauwerks.
Einsatz im Neubau, Ersatzneubau und bei Abschnittsbauten
Tragkonstruktionen werden beim Neubau von Strassen-, Bahn-, Fuss- oder Werkbrücken erstellt, aber auch beim Ersatz einzelner Brückenteile oder ganzer Überbauten. Im Bestand erfolgt die Ausführung oft unter laufendem Verkehr, mit Bauphasen, Provisorien oder abschnittsweiser Herstellung. Die Leistung ist eng mit Bauablauf, Hebevorgängen, Montagekonzept und den Platzverhältnissen auf der Baustelle verknüpft.
Bauweisen und konstruktive Ausprägungen
Die Ausführung kann als Ortbetonkonstruktion, mit vorgefertigten Elementen, als Stahlbau oder als Verbundkonstruktion erfolgen. Je nach Spannweite, Geometrie und Montagebedingungen kommen unterschiedliche Herstellungs- und Einbauverfahren zum Einsatz. Auch die Anordnung von Hauptträgern, Platten, Hohlkästen oder Rahmenelementen prägt die konkrete Ausführung der Tragkonstruktion.
Abgrenzung zu anderen Leistungen im Brückenbau
Der Bau von Tragkonstruktionen ist von angrenzenden Leistungen klar zu trennen. Gründungsarbeit betrifft die Lastabtragung in den Baugrund, Lager und Übergangskonstruktionen sind eigenständige Bauteile zwischen Tragwerk und Anschlussbereichen, und Fahrbahnbeläge bilden die nutzbare Oberfläche. Geländer und Leitplanken gehören zur Ausrüstung des Bauwerks. Innerhalb der Hierarchie des Brückenbaus bezeichnet diese Leistung somit die eigentliche Herstellung des tragenden Systems.