Funktionsprinzip bei magnetischen Partikeln
Ein Magnetfilter führt den Flüssigkeitsstrom an Magnetelementen vorbei oder durch ein magnetisches Feld. Magnetisierbare Partikel bleiben daran haften oder werden aus dem Strom abgelenkt, während nicht magnetische Bestandteile weiterfliessen. Die Abscheideleistung hängt unter anderem von der Art der Partikel, ihrer Korngrösse, der Strömungssituation und der Anordnung der Magnetelemente ab.
Einsatz in Abwasser-, Prozesswasser- und Schlammströmen
Magnetfilter werden dort eingesetzt, wo metallischer Abrieb oder eisenhaltige Feinstoffe regelmässig auftreten, etwa in industriell geprägten Abwässern oder in Teilströmen mit hohem Verschleisspotenzial. Sie können vor Pumpen, Armaturen, Wärmetauschern oder weiteren Reinigungsstufen angeordnet sein, um empfindliche Anlagenteile zu entlasten. Auch in Kreislauf- und Spülwässern kommen sie in Frage, wenn magnetische Partikel gezielt entfernt werden sollen.
Bauformen und betriebliche Ausprägungen
Magnetfilter sind in unterschiedlichen Bauformen verfügbar, etwa für den Einbau in Rohrleitungen, Behältern oder als Teil einer separaten Abscheideeinheit. Je nach Anwendung kommen dauerhaft wirkende Magnetelemente oder steuerbare Systeme zum Einsatz. Im Betrieb ist zu berücksichtigen, wie die abgeschiedenen Partikel entfernt werden, ob die Reinigung manuell oder automatisiert erfolgt und wie sich der Filter in den laufenden Prozess integrieren lässt.
Abgrenzung zu Filtration, Siebung und Sedimentation
Im Unterschied zu Abwasserfiltern, Mikrosieben oder Siebtrommeln trennt ein Magnetfilter nicht nach Maschenweite, sondern nach magnetischen Eigenschaften. Gegenüber Sandfängen oder Absetzbecken beruht die Abscheidung nicht auf Dichte und Sinkverhalten. Magnetfilter ersetzen diese Verfahren deshalb in der Regel nicht, sondern werden ergänzend eingesetzt, wenn gezielt metallische und magnetisierbare Feststoffe entfernt werden sollen.