Funktionsprinzip bei aufschwimmenden Stoffen
Schwimmstoffe sammeln sich dort, wo Fliessgeschwindigkeit, Geometrie und Dichteverhältnisse ein Aufschwimmen an die Oberfläche begünstigen. Ein Schwimmstoff-Fänger hält diese Stoffe in einem definierten Bereich zurück oder führt sie einer Räumung zu. Die Ausführung ist darauf ausgelegt, Oberflächenstoffe von der Hauptströmung zu trennen, damit sie nicht in Becken, Leitungen oder nachfolgende Reinigungsstufen eingetragen werden.
Typische Einbauorte in Abwasseranlagen
Schwimmstoff-Fänger werden in Anlagenteilen eingesetzt, in denen mit aufschwimmenden Bestandteilen zu rechnen ist. Dazu gehören Einlaufbereiche, Vorbehandlungsstufen, Becken mit beruhigter Strömung oder Abschnitte mit Oberflächenabzug. Sie kommen sowohl in kommunalen Anlagen als auch in industriellen Anwendungen infrage, wenn das Abwasser Stoffe enthält, die sich an der Oberfläche sammeln.
Bauformen und Einbindung in die Anlage
Je nach Anordnung und Prozessführung können Schwimmstoff-Fänger als festes Rückhalteelement, als Oberflächenbarriere oder als Bestandteil einer Räum- oder Abschöpfvorrichtung ausgeführt sein. Manche Lösungen sind in Becken integriert, andere in Gerinnen oder Übergabebauwerken. Die konkrete Ausführung richtet sich nach Wasserstand, hydraulischer Belastung, Art der Schwimmstoffe und der vorgesehenen Austrags- oder Entsorgungslogik.
Abgrenzung zu Rechen, Sandfang und Abscheidern
Im Unterschied zu Rechen und Sieben erfassen Schwimmstoff-Fänger keine groben Feststoffe im Zulaufstrom, sondern Stoffe an der Oberfläche. Gegenüber Sandfängen liegt der Fokus nicht auf schweren mineralischen Partikeln, sondern auf leichten, aufschwimmenden Bestandteilen. Von Fettabscheideanlagen und Mineralöl-Abscheideanlagen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie als mechanische Rückhalte- oder Sammelvorrichtung innerhalb der Abwasserbehandlung dienen und nicht als eigenständige Abscheider für bestimmte Stoffgruppen ausgelegt sein müssen.