Welche Messwerte Deponiegas-Messgeräte erfassen
Im Mittelpunkt steht die Analyse von Gasen, die in Deponien entstehen oder aus dem Deponiekörper austreten. Typischerweise werden Methan, Kohlendioxid und Sauerstoff gemessen; je nach Gerät kommen weitere Gaskomponenten hinzu. Viele Systeme erfassen zusätzlich Druckverhältnisse, Unterdruck in Gasbrunnen, Temperatur oder Feuchte, damit Messwerte im betrieblichen Zusammenhang bewertet werden können. Die Geräte arbeiten je nach Bauart als mobile Einzelmessgeräte, Mehrkomponentenmessgeräte oder als fest installierte Messsysteme.
Typische Einsatzorte auf Deponien
Verwendet werden Deponiegas-Messgeräte bei der Kontrolle von Gasfassungen, bei Messungen an Brunnenköpfen und Leitungsabschnitten sowie bei Begehungen zur Lokalisierung von Gasaustritten. Ebenfalls relevant sind Messungen an Randbereichen, an technischen Bauwerken der Deponie und an Punkten, an denen die Gasführung überprüft werden muss. In der Praxis dienen die Geräte sowohl der periodischen Kontrolle als auch der laufenden Überwachung einzelner Anlagenteile. Der genaue Einsatz richtet sich nach Deponietyp, Entgasungssystem und Messkonzept.
Gerätearten und Ausführungen
Für punktuelle Messungen werden häufig tragbare Geräte mit Sonde, Pumpe und Datenspeicherung eingesetzt. Stationäre Systeme eignen sich, wenn Messwerte kontinuierlich oder in festen Intervallen aufgezeichnet werden sollen. Je nach Anforderung stehen einfache Geräte für wenige Messgrössen oder komplexere Systeme mit mehreren Sensoren, Probenahmeleitungen und Schnittstellen zur Verfügung. Unterschiede bestehen ausserdem bei Kalibrierung, Messbereich, Probenführung und bei der Auslegung für rauere Umgebungsbedingungen auf Deponien.
Abgrenzung zu anderen Messgeräten der Gasanalyse
Deponiegas-Messgeräte gehören zur Luftanalyse, Gasanalyse und Gasmessung, sind aber auf Gasgemische und Messsituationen in Deponien ausgerichtet. Sie unterscheiden sich von Abgasmessgeräten, die vor allem Verbrennungsprozesse und Abgasströme untersuchen, sowie von allgemeiner Emissionsmessung, die andere Messorte und regulatorische Kontexte abdeckt. Gegenüber Kompostgas-Messgeräten ist die Anwendung auf Deponiegasbrunnen, Sammelsysteme und deponiespezifische Gasbildung bezogen. Von einer CO2-Überwachung trennen sie sich dadurch, dass nicht nur ein einzelner Parameter, sondern meist mehrere deponietypische Gaskomponenten und Betriebswerte betrachtet werden.