Welche Messgrössen bei Ozon erfasst werden
Im Mittelpunkt steht die Konzentration von Ozon als Einzelgas in der Umgebungsluft, in Prozessluft oder in geführten Gasströmen. Die Anzeige erfolgt je nach Anwendung in ppb, ppm oder mg/m3. Ozonmessgeräte können für kontinuierliche Messung, punktuelle Kontrolle oder für die Auslösung von Warn- und Abschaltfunktionen ausgelegt sein. Bei der Auswahl sind Messbereich, Ansprechverhalten, Querempfindlichkeiten und die Eignung für die jeweilige Probenahme relevant.
Typische Einsatzumgebungen für Ozonmessungen
Ozonmessgeräte werden in Bereichen eingesetzt, in denen Ozon zur Desinfektion, Oxidation oder Geruchsbehandlung verwendet wird, etwa in Aufbereitungs- und Prozessanlagen. Hinzu kommen Anwendungen in Laboren, Technikräumen und Produktionsumgebungen, in denen Ozon aus UV-Strahlung, Hochspannung oder chemischen Prozessen entstehen kann. Auch bei der Überwachung der Innenraumluft oder definierter Aussenluftmesspunkte werden solche Geräte verwendet, wenn Ozon als spezifischer Parameter verfolgt werden soll.
Gerätetypen und Messprinzipien
Für Ozonmessungen stehen unterschiedliche Gerätekonzepte zur Verfügung. Stationäre Systeme sind für die dauerhafte Überwachung mit Signalausgabe, Grenzwertmeldung oder Einbindung in übergeordnete Leittechnik ausgelegt. Portable Geräte dienen der mobilen Kontrolle, etwa bei Wartung, Störungsanalyse oder Arbeitsplatzmessungen. Bei den Messprinzipien sind unter anderem UV-basierte Verfahren und elektrochemische Sensoren verbreitet; welches System geeignet ist, hängt von Konzentrationsbereich, Genauigkeitsanforderung, Messdauer und den Umgebungsbedingungen ab.
Abgrenzung zu anderer Gas- und Luftmesstechnik
Ozonmessgeräte sind auf einen klar definierten Messstoff ausgerichtet und unterscheiden sich damit von breiter angelegten Kategorien wie Emissionsmessung oder Abluftmessgeräte. Im Gegensatz zu CO2-Überwachung, Sauerstoffmessgeräten oder NOx-Analysatoren erfassen sie nicht andere Einzelgase, sondern gezielt Ozon. Gegenüber Abgasmessgeräten liegt der Schwerpunkt nicht auf Verbrennungsprozessen, sondern auf der spezifischen Ozonkonzentration in Luft- und Prozessmedien. Von Luftmengenmessung unterscheiden sie sich grundlegend, weil sie Stoffkonzentration und nicht Volumenstrom messen.