Was bei der Emissionsmessung erfasst wird
Bei der Emissionsmessung werden Stoffkonzentrationen in einem abgeführten Gasstrom bestimmt. Das kann Verbrennungsabgase ebenso betreffen wie prozessbedingte Abluft aus industriellen Anlagen. Neben den eigentlichen Messwerten werden oft auch Bezugs- und Betriebsgrössen einbezogen, damit Ergebnisse nachvollziehbar eingeordnet werden können.
Typische Messorte und Anwendungsbereiche
Messungen finden an Punktquellen statt, also dort, wo Emissionen aus einer Anlage ausgeleitet werden. Typische Einsatzbereiche sind Feuerungsanlagen, thermische Prozesse, Produktionsanlagen mit lösemittelhaltiger Abluft, Energieanlagen sowie Anlagen der Abfall- und Umwelttechnik. Welche Stoffe gemessen werden, hängt vom Verfahren, den eingesetzten Medien und dem erwarteten Emissionsprofil ab.
Einzelmessung, wiederkehrende Messung und laufende Aufzeichnung
Emissionsmessung kann als punktuelle Messung für einen bestimmten Betriebszustand oder als wiederkehrende Prüfung durchgeführt werden. Davon zu unterscheiden sind Emissionsmessgeräte mit laufender Aufzeichnung, die Messwerte fortlaufend erfassen und dokumentieren. Kontinuierliche Systeme eignen sich für Anwendungen, bei denen Veränderungen über die Zeit sichtbar bleiben sollen.
Abgrenzung zu Abluftmessung, Abgasmessung und Immissionsmessung
Emissionsmessung ist der Oberbegriff für die Messung an der Quelle einer Emission. Abgasmessgeräte oder Abluftmessgeräte bezeichnen dagegen meist bestimmte technische Mittel oder engere Messaufgaben innerhalb dieses Felds. Von der Immissionsmessung unterscheidet sich Emissionsmessung durch Ort und Ziel: Gemessen wird am Austritt der Anlage, nicht die Konzentration in der Umgebungsluft. Auch Einzelgeräte wie NOX-Analysatoren, Staubmonitore oder Sauerstoffmessgeräte decken jeweils nur Teilaspekte einer Emissionsmessung ab.