Welche Messgrössen bei Gas-Mengenzählern erfasst werden
Im Zentrum steht die quantitative Erfassung von Gasen. Gemessen werden je nach Gerät Volumenstrom, Gesamtvolumen oder in geeigneten Systemen auch aufbereitete Werte, die sich auf definierte Betriebs- oder Referenzbedingungen beziehen. Für belastbare Ergebnisse müssen Einflussgrössen wie Druck, Temperatur, Gasart und Strömungszustand berücksichtigt werden, da Gase ihr Volumen mit den Umgebungsbedingungen verändern.
Typische Anwendungen in Versorgung, Verfahrenstechnik und Emissionsumfeld
Mengenzähler für Gase werden in Gasleitungen, Brennstoffzuführungen, technischen Anlagen, Laboraufbauten und industriellen Prozessen eingesetzt. Sie dienen unter anderem der Verbrauchserfassung, der Prozessüberwachung, der Dosierung von Gasströmen sowie der mengenmässigen Bilanzierung. Im Umfeld von Luftanalyse und Gasmessung werden sie auch genutzt, um Messströme zu quantifizieren oder Gasvolumen in Abluft-, Abgas- oder Probenahmesystemen nachvollziehbar zu erfassen.
Bauarten und Ausführungen von Mengenzählern für Gase
Die Leistung umfasst unterschiedliche Messprinzipien, die je nach Medium, Leitungsdimension, Messbereich und Einbausituation gewählt werden. Verbreitet sind mechanische, thermische, differenzdruckbasierte oder elektronische Verfahren sowie kompakte Inline-Geräte und Lösungen mit separater Auswertung. Relevant sind dabei unter anderem Messbereich, Mediumsverträglichkeit, zulässiger Betriebsdruck, Einlaufbedingungen, Signalverarbeitung und die Frage, ob nur momentane Werte oder auch Summenzählungen benötigt werden.
Abgrenzung zu Gasanalysatoren, Emissionsmessung und Luftmengenmessung
Mengenzähler für Gase unterscheiden sich von Analysatoren zur Schadstoffbestimmung, CO2-Ueberwachung oder Sauerstoffmessgeräten, weil sie nicht die stoffliche Zusammensetzung, sondern die Menge eines Gasstroms erfassen. Auch zur Emissionsmessung liefern sie in der Regel nur einen Teil der benötigten Daten, nämlich den mengenbezogenen Strom. Von der Luftmengenmessung grenzt sich die Leistung dadurch ab, dass sie auf gasförmige Medien in technischen Leitungen und definierten Prozessströmen ausgerichtet ist, nicht allgemein auf Luftbewegungen in Räumen oder Lüftungssystemen.