Was diese Messgeräte erfassen
Gemessen werden Konzentrationen von Lösemitteldämpfen in Raumluft, Prozessluft oder Abluft. Je nach Gerät erfolgt die Bestimmung stoffspezifisch, gruppenbezogen oder als Summensignal für organische Verbindungen. Für belastbare Ergebnisse müssen Messbereich, Nachweisgrenze, Querempfindlichkeiten und die Eignung für das vorhandene Stoffgemisch zur Anwendung passen.
Typische Messorte und Anwendungen
Eingesetzt werden solche Geräte unter anderem in Lackier- und Beschichtungsprozessen, Druckereien, Reinigungsanlagen, Klebe- und Entfettungsbereichen sowie in Labor- und Produktionsräumen mit lösemittelhaltigen Medien. Gemessen wird direkt im Aufenthaltsbereich von Personen, an Emissionsquellen oder in Lüftungs- und Abluftführungen. Die Daten dienen je nach Kontext der Expositionsbeurteilung, der Prozessüberwachung oder der Kontrolle technischer Schutzmassnahmen.
Geräteformen und Messkonzepte
Verfügbar sind tragbare Geräte für Begehungen und Stichproben, fest installierte Systeme für die Dauerüberwachung sowie Messlösungen mit Probenahme und nachgelagerter Auswertung. Die Auswahl richtet sich danach, ob einzelne Lösemittel, wechselnde Stoffgemische oder zeitlich stark schwankende Konzentrationen erfasst werden sollen. Bei der Beurteilung von Grenzwerten ist zudem relevant, ob Momentanwerte, zeitlich gemittelte Werte oder Alarmgrenzen benötigt werden.
Abgrenzung zu anderen Messgeräten der Gasanalyse
Im Unterschied zu Abgasmessgeräten oder Emissionsmesssystemen stehen hier lösemittelhaltige Luftgemische und die Konzentration organischer Dämpfe im Vordergrund, nicht die Analyse klassischer Verbrennungsgase. Gegenüber allgemeinen Analysatoren zur Schadstoffbestimmung ist die Anwendung enger auf Lösemittel und arbeitshygienische Beurteilungen ausgerichtet. Von Monitoren oder Prüfröhrchen für MAK- und MIK-Werte unterscheidet sich diese Leistung durch den Fokus auf Messgeräte als technische Systeme, nicht auf einfache Einzeltests oder Verbrauchsmaterialien.