Was Rauchdichtemessgeräte messen
Gemessen wird die Abschwächung von Licht durch Rauchgas oder die daraus abgeleitete Rauchdichte. Je nach Gerät erfolgt dies als Einzelmessung, fortlaufende Überwachung oder dokumentierbare Prüfsequenz. Das Ergebnis beschreibt die Trübung des Gasstroms und liefert Hinweise auf unvollständige Verbrennung, Russbelastung oder veränderte Prozessbedingungen.
Typische Einsatzfelder bei Feuerungs- und Verbrennungsprozessen
Rauchdichtemessgeräte kommen dort zum Einsatz, wo Rauchgase aus thermischen Prozessen beurteilt werden müssen, etwa an Feuerungsanlagen, Abgaskanälen, Prüfständen oder industriellen Verbrennungsprozessen. Relevant sind sie vor allem bei Anlagen mit sichtbaren oder schwankenden Rauchfahnen sowie bei Zustandskontrollen von Brennern und Verbrennungsführung. In der Praxis werden sie sowohl für punktuelle Prüfungen als auch für überwachungsnahe Messaufgaben verwendet.
Geräteausführungen und Messprinzipien
Verbreitet sind optische Messverfahren, bei denen ein Lichtstrahl durch das Rauchgas geführt und die Abschwächung ausgewertet wird. Je nach Anwendung gibt es tragbare Geräte für Service- und Kontrollmessungen sowie stationäre Systeme für den Einbau in Messstrecken oder Anlagen. Unterschiede bestehen unter anderem bei Messbereich, Probenführung, Datenaufzeichnung und der Frage, ob direkt im Gasstrom oder in einer separaten Messkammer gemessen wird.
Abgrenzung zu Abgasmessgeräten und Staubmesssystemen
Rauchdichtemessgeräte sind innerhalb der Luftanalyse, Gasanalyse und Gasmessung auf die optische Beurteilung von Rauchgasen ausgerichtet. Im Unterschied zu Abgasmessgeräten bestimmen sie nicht primär Konzentrationen einzelner Gaskomponenten wie Sauerstoff, Kohlenmonoxid oder Stickoxide. Gegenüber Staubmonitoren liefern sie in der Regel keine direkte Partikelmassenkonzentration, sondern eine Aussage zur Trübung oder Opazität des Rauchgases. Sie unterscheiden sich damit auch von umfassender Emissionsmessung, die mehrere Schadstoffe und Messgrössen zusammenführt.