Was TOC-Messgeräte erfassen
Gemessen wird der gesamte organische Kohlenstoffgehalt einer Probe. Je nach Messverfahren wird dabei anorganischer Kohlenstoff zuerst entfernt oder separat erfasst, damit der organische Anteil zuverlässig bestimmt werden kann. TOC-Messgeräte liefern damit einen Summenwert für die organische Belastung einer Flüssigkeit und werden vor allem dort eingesetzt, wo schnelle, reproduzierbare und vergleichbare Messdaten benötigt werden.
Typische Proben und Einsatzumgebungen
TOC-Messgeräte kommen bei Trink-, Oberflächen-, Grund-, Prozess- und Abwasser ebenso zum Einsatz wie bei Reinst- und Kesselwasser. In industriellen Anlagen dienen sie der Überwachung von Wasserströmen, Spülprozessen oder der Reinigungsleistung. In Laboren werden sie für Einzelproben, Serienanalysen und die Beurteilung von Belastungsschwankungen verwendet. Auch bei behördlichen oder betrieblichen Kontrollmessungen sind TOC-Werte ein gängiger Prüfparameter.
Geräteformen und Messkonzepte
Verbreitet sind Laborgeräte für diskrete Proben, Online-Analysatoren für die kontinuierliche Überwachung und mobile Systeme für temporäre Messkampagnen. Die Auswahl richtet sich nach Probenmatrix, Messhäufigkeit, Nachweisbereich und dem Anteil an anorganischem Kohlenstoff. Für klare Wässer und für belastete oder partikelhaltige Proben werden je nach Anwendung unterschiedliche Oxidations- und Messkonzepte eingesetzt. In der Praxis sind zudem Probenaufgabe, Entgasung, Probenvorbereitung und Automatisierungsgrad entscheidend.
Abgrenzung zu anderen Messgeräten der Wasseranalyse
TOC-Messgeräte sind nicht mit CSB- oder BSB-Messgeräten gleichzusetzen. CSB und BSB beschreiben den Sauerstoffbedarf einer Probe, während TOC direkt den organischen Kohlenstoff als Summenparameter erfasst. AOX-Analysatoren richten sich auf halogenorganische Stoffgruppen, pH-, Redox-, Chlor- oder Nitratmessgeräte auf einzelne chemische Kenngrössen. Abwasserprobenehmer und Probennahmegeräte entnehmen Proben, führen aber keine TOC-Bestimmung durch.