Was unter 3-B-Verpackungsystemen verstanden wird
3-B-Verpackungsysteme werden als Verpackungssysteme eingeordnet, nicht als isolierte Einzelprodukte. Gemeint sind Lösungen, bei denen Form, Aufnahme, Sicherung und Transportfunktion aufeinander abgestimmt sind. Solche Systeme können auf empfindliche, formgebundene oder serienmässig produzierte Teile ausgelegt sein und werden nach Packgut, Transportweg und Lageranforderung ausgewählt.
Typische Anwendungen in Lagerung und Transport
Eingesetzt werden 3-B-Verpackungsysteme dort, wo Teile geordnet bereitgestellt, geschützt transportiert oder platzsparend gelagert werden müssen. Das betrifft unter anderem innerbetriebliche Materialflüsse, Zwischenlagerung, Versand an weiterverarbeitende Betriebe oder wiederkehrende Umläufe zwischen Produktion und Montage. Relevant sind dabei Stapelbarkeit, Entnahme, Schutz vor Verschmutzung sowie die Abstimmung auf vorhandene Förder-, Lager- oder Transporteinrichtungen.
Ausführungen und technische Abstimmung
Die konkrete Ausführung richtet sich nach Geometrie, Gewicht, Oberflächenempfindlichkeit und Stückzahl des Packguts. Unterschiede ergeben sich etwa bei der Materialwahl, der Steifigkeit, der Wiederverwendbarkeit oder der Kombination mit Einlagen, Deckeln, Zwischenlagen oder Sicherungselementen. Bei Kunststoffbasierten Systemen stehen zudem Reinigbarkeit, Feuchtigkeitsverhalten und die Eignung für definierte Logistikprozesse im Vordergrund.
Abgrenzung zu anderen Verpackungsartikeln
Innerhalb der Hierarchie gehören 3-B-Verpackungsysteme zur Elternleistung Lager, Transport und Verpackung. Sie unterscheiden sich von Artikeln wie Beuteln, Folien, Eimern, Flaschen oder Schachteln dadurch, dass sie als Systemlösung und nicht nur als einzelner Behälter oder Packstoff betrachtet werden. Gegenüber Transportverpackungen im allgemeinen Sinn ist die Bezeichnung enger gefasst und verweist stärker auf eine definierte, konstruktiv abgestimmte Verpackungseinheit.