Was unter Tankanlagen verstanden wird
Eine Tankanlage ist keine einzelne Verpackungs- oder Lagerkomponente, sondern eine funktionale Einheit für das sichere Vorhalten und Nutzen von Flüssigkeiten. Dazu gehören je nach Ausführung ein oder mehrere Tanks, Zu- und Ableitungen, Armaturen, Füll- und Entnahmeeinrichtungen sowie Überwachungs- oder Sicherungselemente. Im Kunststoffbereich werden solche Anlagen dort eingesetzt, wo Korrosionsbeständigkeit, geringes Gewicht oder mediengerechte Werkstoffe gefragt sind.
Einsatzfelder für Lagerung und Prozessversorgung
Typische Anwendungen liegen in der stationären Lagerung von Wasser, Prozessmedien, Reinigungsflüssigkeiten oder chemisch beanspruchenden Medien, soweit der gewählte Kunststoff dafür geeignet ist. Tankanlagen dienen dabei nicht nur der Bevorratung, sondern oft auch der geregelten Zuführung in Produktions-, Dosier- oder Versorgungsschritte. Sie kommen in Industrie, Technikräumen, Versorgungsbereichen und betrieblichen Lagerzonen zum Einsatz.
Ausführungen und Systembestandteile
Tankanlagen können als Einzel- oder Mehrtanklösungen ausgeführt sein und sich in Form, Volumen, Aufstellung und technischer Ausstattung deutlich unterscheiden. Je nach Anforderung gehören dazu etwa Auffanglösungen, Füllstandsanzeigen, Verrohrungen, Pumpenanschlüsse, Entleerungseinrichtungen oder Dosierkomponenten. Auch die Wahl des Kunststoffs richtet sich nach Medium, Temperaturbereich, mechanischer Belastung und Reinigungsanforderungen.
Abgrenzung zu Lagertanks, Behältern und Kanistern
Innerhalb der Kategorie Lager, Transport und Verpackung sind Tankanlagen klar von einzelnen Lagertanks oder allgemeinen Behältern zu unterscheiden. Ein Lagertank bezeichnet in der Regel den einzelnen Speicherbehälter, während eine Tankanlage das gesamte funktionale System mit Peripherie beschreibt. Gegenüber Kanistern, Fässern oder Flaschenverschlüssen handelt es sich zudem nicht um mobile Verpackungs- oder Transporteinheiten, sondern um stationäre oder fest eingebundene Lösungen für betriebliche Prozesse.