Aufbau und Funktion von Kunststofftuben
Eine Tube führt den Inhalt über eine vergleichsweise kleine Austrittsöffnung nach aussen und wird meist durch Drücken, Quetschen oder kontrolliertes Ausstreichen entleert. Der Tubenkörper schützt den Inhalt vor Verschmutzung und begrenzt den Kontakt mit der Umgebung während der Entnahme. Je nach Ausführung gehören dazu Schulter, Hals, Verschluss und gegebenenfalls ein versiegelter Erstverschluss im Bereich der Öffnung.
Typische Füllgüter und Einsatzfelder
Kunststofftuben werden vor allem für Produkte eingesetzt, die nicht frei ausfliessen sollen oder nur in kleinen Mengen abgegeben werden. Dazu zählen beispielsweise Cremes, Gele, Pasten, Klebstoffe, Dichtmassen, Farben oder technische Hilfsstoffe. Im Vergleich zu grossvolumigen Gebinden eignen sich Tuben für portionsnahe Anwendung, saubere Entnahme und kompakte Packungsgrössen.
Ausführungen nach Material, Barriere und Verschluss
Tuben unterscheiden sich unter anderem im Materialaufbau, in der Wandstruktur, in der Form des Tubenkörpers und in der Verschlussart. Je nach Füllgut kommen einfache oder mehrschichtige Aufbauten infrage, etwa wenn Anforderungen an Produktschutz, Lichtschutz oder Diffusionsverhalten bestehen. Bei den Verschlüssen sind je nach Anwendung Schraubkappen, Klappverschlüsse, längere Applikatorspitzen oder andere dosierende Lösungen üblich.
Abgrenzung innerhalb von Lager, Transport und Verpackung
Innerhalb der Kunststoffverpackungen stehen Tuben zwischen flexiblen und starren Verpackungsformen. Gegenüber Flaschen und Kanistern sind sie auf kleinere, direkt applizierbare Produktmengen ausgelegt. Gegenüber Beuteln und Verpackungsbeuteln bieten sie meist eine präzisere Entnahme über Hals und Verschluss. Von Dosen, Eimern oder Behältern aller Art unterscheiden sie sich durch die längliche Geometrie und die Nutzung als Spenderverpackung.