Was unter Kunststoff-Containern verstanden wird
Kunststoff-Container sind formstabile Aufnahme- und Transporteinheiten mit vergleichsweise grossem Fassungsraum. Sie werden für Stückgut, Schüttgut, Sammelmaterial oder betriebliche Rückläufe eingesetzt und sind auf eine geordnete Handhabung im Lager- und Materialfluss ausgelegt. Typisch sind widerstandsfähige Wände, griffige Kanten oder Handhaben sowie Bauformen, die sich stapeln, verschieben oder mechanisch bewegen lassen.
Einsatz im Lager-, Transport- und Sammelprozess
Verwendet werden Container dort, wo Materialien nicht in kleinen Einzelverpackungen geführt werden, sondern gebündelt bereitstehen oder transportiert werden müssen. Das betrifft beispielsweise Produktionsbetriebe, Lagerzonen, Kommissionierung, innerbetriebliche Transporte oder betriebliche Sammelstellen. Je nach Inhalt stehen Schutz vor Verschmutzung, geordnete Trennung von Chargen, einfache Entleerung oder eine platzsparende Rückführung leerer Einheiten im Vordergrund.
Bauformen und funktionale Ausführungen
Kunststoff-Container sind in offenen oder geschlossenen Ausführungen erhältlich, mit glatten oder durchbrochenen Seitenwänden, mit Deckel, Rollen, Kufen oder palettentauglichem Unterbau. Für die Fertigung kommen je nach Beanspruchung unterschiedliche Kunststoffe in Frage, häufig etwa PE oder PP. Relevante Merkmale sind unter anderem Stapelbarkeit, Nestbarkeit, Reinigungsfähigkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit sowie die Eignung für manuelle oder mechanische Handhabung.
Abgrenzung zu verwandten Verpackungs- und Behälterarten
Innerhalb der Hierarchie Lager, Transport und Verpackung bezeichnet Container eine klarere Produktgruppe als der breite Oberbegriff Behälter aller Art. Von Abfall-Containern unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nicht auf Entsorgungszwecke beschränkt sind, sondern allgemein für Lagerung und Materialfluss eingesetzt werden. Palettenbehälter sind eine speziellere Unterform mit definierter Grundfläche für Hubwagen oder Stapler, während Wannen eher flache, offene Auffangeinheiten sind. Auch Kanister, Fässer oder Eimer sind stärker auf bestimmte Füllgüter und kleinere Volumina ausgerichtet.