Materialtransport per Unterdruck
Fördergeräte saugen Kunststoffmaterial aus Behältern, Säcken, Oktabins oder Silos an und entleeren es in einen Aufnahmebehälter oder Trichter. Typisch sind eine Saugeinheit, Förderleitungen, eine Materialabscheidung und eine geregelte Entleerung an die Übergabestelle. Der Betrieb erfolgt meist zyklisch oder bedarfsabhängig, damit nachgelagerte Aggregate kontinuierlich mit Material versorgt werden.
Einsatz zwischen Lagerung, Trocknung und Maschine
Fördergeräte werden dort eingesetzt, wo Materialwege innerhalb der Kunststoffproduktion überbrückt werden müssen. Dazu gehören die Beschickung von Spritzgussmaschinen, Extrusionsanlagen, Trocknern, Mischern oder Zwischenbehältern. Auch bei Materialwechseln zwischen Neuware, Rezyklat oder Mahlgut sind sie Teil der internen Materiallogistik.
Auslegungsmerkmale für Granulat, Mahlgut und Pulver
Die passende Ausführung hängt von Schüttgut, Förderstrecke und Einbindung in den Prozess ab. Für Granulat, Mahlgut und Pulver unterscheiden sich unter anderem Aufnahmeverhalten, Filterkonzept, Trichtergeometrie und Anforderungen an die Reinigung. Ebenfalls relevant sind Förderleistung, Anzahl der Materialquellen sowie die Frage, ob das Gerät als Einzelstation oder im Verbund mit weiteren Komponenten betrieben wird.
Abgrenzung zu Vakuumpumpen, Trocknern und zentralen Systemen
Fördergeräte sind nicht mit Vakuumpumpen gleichzusetzen: Die Pumpe erzeugt den Unterdruck, das Fördergerät übernimmt den eigentlichen Materialtransport bis zur Übergabe. Gegenüber Trocknern und Mischern verändern Fördergeräte das Material nicht, sondern versorgen diese Aggregate mit Rohstoff. Von zentralen Vakuum-Systemen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie als einzelne Förderstation oder als dezentraler Verbraucher ausgelegt sein können, während zentrale Systeme die übergeordnete Vakuumversorgung mehrerer Stationen bündeln.