Was Regler in der Vakuumtechnik leisten
Vakuum-Regler dienen dazu, definierte Betriebszustände in einem Unterdrucksystem einzustellen und konstant zu halten. Sie greifen dort ein, wo Schwankungen im Prozess, wechselnde Verbraucher oder unterschiedliche Materialeigenschaften das Vakuumniveau beeinflussen. Im Unterschied zu rein erzeugenden Komponenten wie Vakuumpumpen liegt ihre Aufgabe nicht in der Erzeugung des Vakuums, sondern in dessen geregelter Führung innerhalb der Anlage.
Typische Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung
Regler kommen in Prozessen zum Einsatz, in denen Unterdruck für Förderung, Entgasung, Handling oder Materialaufbereitung genutzt wird. Typisch sind Anwendungen mit wechselnden Lastzuständen, mehreren angeschlossenen Verbrauchern oder empfindlichen Prozessschritten, bei denen ein zu hoher oder zu tiefer Unterdruck unerwünscht ist. Auch in peripheren Versorgungssystemen helfen Regler, einzelne Anlagenteile vom Gesamtsystem kontrolliert zu versorgen.
Ausführungen nach Regelaufgabe und Systemaufbau
Die Ausführung eines Reglers richtet sich nach der Regelgrösse und nach dem Aufbau des Vakuumsystems. Unterschieden werden unter anderem Lösungen zur Druckregelung, zur Begrenzung von Unterdruckspitzen oder zur Stabilisierung einzelner Leitungsabschnitte. Je nach Anlage können Regler als eigenständige Komponenten, als Teil vormontierter Baugruppen oder integriert in übergeordnete Systemlösungen ausgeführt sein.
Abgrenzung zu Vakuumpumpen, Messfühlern und zentralen Systemen
Regler sind innerhalb der Hierarchie der Vakuumtechnik den steuernden Komponenten zuzuordnen. Sie unterscheiden sich von Vakuumpumpen dadurch, dass sie den Unterdruck nicht primär erzeugen, sondern auf ein gewünschtes Niveau bringen oder dort halten. Gegenüber Messfühlern übernehmen sie nicht nur die Erfassung von Zuständen, sondern eine regelnde Funktion. Von zentralen Vakuum-Systemen grenzen sie sich ab, weil sie keine vollständige Versorgungsstruktur bilden, sondern eine einzelne Funktion innerhalb dieser Systeme erfüllen.