Messaufgabe von Messfühlern in Vakuumanlagen
Messfühler nehmen physikalische Zustände direkt am Prozesspunkt auf und wandeln sie in auswertbare Signale um. Im Vakuumumfeld betrifft das insbesondere Zustände innerhalb von Leitungen, Behältern oder angeschlossenen Peripheriegeräten. Die erfassten Werte bilden die Grundlage für die Beurteilung des Betriebszustands, für Grenzwertüberwachung und für die Anbindung an Steuerungen oder Regler.
Typische Einsatzorte in der Kunststoffverarbeitung
In Kunststoffanlagen werden Messfühler dort eingesetzt, wo Unterdruck oder definierte Vakuumverhältnisse überwacht werden müssen. Das betrifft je nach Aufbau etwa Materialförderstrecken, Trocknungsprozesse, Vakuumleitungen oder zentrale Versorgungsbereiche. Auch an Pumpen, Behältern und Schnittstellen zwischen mehreren Komponenten sind Messpunkte üblich, wenn Prozesszustände laufend erfasst oder dokumentiert werden sollen.
Ausführungen nach Messgrösse und Einbausituation
Messfühler unterscheiden sich vor allem nach der erfassten Messgrösse, dem vorgesehenen Messbereich und der mechanischen Einbindung in die Anlage. Je nach Anwendung kommen Fühler für Druck- oder Vakuumwerte, Temperaturfühler oder andere prozessbezogene Sensoren infrage. Relevant sind ausserdem Faktoren wie Reaktionsverhalten, Mediumsverträglichkeit, Anschlussart und die Position des Messpunkts im System.
Abgrenzung zu Reglern, Pumpen und kompletten Vakuumsystemen
Messfühler erfassen Zustände, erzeugen aber selbst kein Vakuum und übernehmen auch keine Förderfunktion. Damit unterscheiden sie sich von Vakuumpumpen, Pumpen und zentralen Vakuum-Systemen, die den Prozess technisch bereitstellen. Von Reglern grenzen sie sich dadurch ab, dass sie Messwerte liefern, während Regler diese Werte verarbeiten und daraus Stellgrössen ableiten. Als Zubehör innerhalb der Vakuumtechnik sind Messfühler damit eine Messkomponente, nicht die eigentliche Prozessmaschine.