Was dreidimensionales Laserschneiden umfasst
Im Unterschied zum ebenen Schnitt auf Tafeln bearbeitet das dreidimensionale Laserschneiden geformte Werkstücke im Raum. Geschnitten werden Konturen an tiefgezogenen, gekanteten, umgeformten oder anderweitig räumlichen Bauteilen. Typische Bearbeitungen sind Beschnittkanten, Öffnungen, Aussparungen, Trennschnitte und Funktionskonturen an bereits vorgeformten Teilen.
Typische Werkstücke und Einsatzkontexte
Das Verfahren eignet sich für Bauteile, deren Geometrie nach dem Umformen nicht mehr mit einem Flachbettverfahren bearbeitet werden kann. Dazu gehören beispielsweise Gehäuseteile, Formteile, Abdeckungen, Halterungen, Strukturkomponenten oder komplexe Blech- und Metallteile mit wechselnden Höhen und Winkeln. Relevant ist dreidimensionales Laserschneiden auch dort, wo Varianten, Durchbrüche oder Beschnitte ohne separates Werkzeug in bestehende Bauteilgeometrien eingebracht werden sollen.
Bearbeitungsmerkmale bei komplexen Geometrien
Entscheidend sind die Zugänglichkeit der Schnittbereiche, die Bauteilspannung und die genaue Lage des Werkstücks im Raum. Bei räumlichen Teilen beeinflussen Kantenverläufe, Materialübergänge, Radien und enge Bereiche die Bearbeitbarkeit. In der Praxis werden deshalb Geometriedaten, Bezugspunkte und Spannkonzepte sorgfältig aufeinander abgestimmt, damit Konturen an der vorgesehenen Position und mit reproduzierbarem Verlauf geschnitten werden können.
Abgrenzung zu Flachbett-, Rohr- und anderen Schneidverfahren
Laserschneiden, dreidimensional ist innerhalb der Leistung Schneiden auf räumliche Werkstücke ausgerichtet. Es unterscheidet sich vom Laserschneiden auf dem Flachbett, das ebene Bleche bearbeitet, sowie vom Laserschneiden von Profilen und Rohren, das lineare Halbzeuge mit definierter Querschnittsform betrifft. Gegenüber Plasma-, Autogen- oder Wasserstrahlschneiden steht hier nicht das allgemeine Trennen von Material im Vordergrund, sondern die konturgenaue Bearbeitung komplex geformter Metallteile.