Was unter NC-Programmverwaltung verstanden wird
Verwaltet werden NC-Programme, zugehörige Programmversionen, Freigabestände und oft auch ergänzende Fertigungsinformationen wie Dateibezeichnungen, Bearbeitungszuordnungen oder Änderungsvermerke. Ziel ist eine eindeutige Datenbasis, damit an der Maschine nur der freigegebene Stand verwendet wird. Je nach System werden Programme zentral abgelegt, nach Maschine oder Bauteil organisiert und mit definierten Rechten versehen.
Typische Einsatzsituationen in der CNC-Fertigung
Relevant ist NC-Programmverwaltung vor allem bei mehreren CNC-Maschinen, wiederkehrenden Fertigungsaufträgen und häufigen Programmänderungen. Sie wird genutzt, wenn Programme für verschiedene Steuerungen, Maschinen oder Spannsituationen getrennt geführt werden müssen. Auch bei Schichtbetrieb, dezentralen Fertigungsbereichen oder extern erstellten Programmen hilft eine geregelte Verwaltung, Verwechslungen und veraltete Dateistände zu vermeiden.
Übliche Funktionen innerhalb der Verwaltung
Zu den typischen Ausprägungen gehören Versionsverwaltung, Freigabeworkflows, Historienführung, Such- und Filterfunktionen sowie die Zuordnung zu Maschinen, Werkstücken oder Aufträgen. Teilweise werden auch Prüfmechanismen, Sperrstände oder Protokolle für Änderungen eingebunden. In der Praxis ist ausserdem relevant, ob Programme nur archiviert oder auch kontrolliert an nachgelagerte Systeme und Maschinen übergeben werden.
Abgrenzung zu CAD, CNC-Programmierung und DNC
NC-Programmverwaltung erstellt in der Regel keine NC-Programme selbst; diese Aufgabe gehört zu CNC-Programmiersystemen oder zu CAD/CAM-nahen Arbeitsplätzen. Sie steuert auch nicht die CNC-Maschine, was im Bereich CNC-Steuerungen und CNC-Systeme liegt. Von DNC-Leitsystemen und der Vernetzung von CNC-Maschinen unterscheidet sie sich dadurch, dass der Schwerpunkt auf Verwaltung, Freigabe und Nachvollziehbarkeit der Programme liegt, nicht auf der laufenden Datenkommunikation mit der Maschine.