Merkmale von CNC-Labormessmaschinen
Diese Maschinen gehören zu den CNC-gesteuerten Mehrkoordinaten-Messmaschinen, sind jedoch auf den Einsatz im Labor oder Messraum ausgerichtet. Die Messung erfolgt automatisiert entlang definierter Programme, wodurch identische Prüfabläufe für wiederkehrende Teile oder Merkmalsfolgen möglich sind. Typisch ist die Auslegung für kontrollierte Umgebungsbedingungen, in denen Einflüsse aus Produktion, Verschmutzung oder wechselnden Temperaturen reduziert werden.
Einsatz im Messraum und in der Prüfplanung
CNC-Labormessmaschinen werden für Erstprüfungen, Serienfreigaben, Stichprobenprüfungen, Vergleichsmessungen und dokumentierte Prüfberichte eingesetzt. Sie eignen sich für Bauteile, bei denen mehrere Merkmale in einer festgelegten Reihenfolge erfasst und ausgewertet werden sollen. Im Laborumfeld lassen sich Messprogramme standardisieren, wiederverwenden und mit Prüfplänen oder Qualitätsvorgaben verknüpfen.
Ausprägungen nach Messaufgabe und Ausstattung
Die Auslegung einer CNC-Labormessmaschine richtet sich unter anderem nach Bauteilgrösse, Messvolumen, Messstrategie und eingesetzter Sensorik. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Tast- oder Scankonzepte sowie verschiedene Softwarefunktionen für Auswertung, Protokollierung und Programmbearbeitung zum Einsatz. Auch der Automatisierungsgrad variiert, etwa bei der Werkstückzuführung, bei Spannkonzepten oder bei der Einbindung in übergeordnete Qualitätssicherungsprozesse.
Abgrenzung zu verwandten CNC-Messmaschinen
Innerhalb der Hierarchie unter CNC bezeichnet CNC-Labormessmaschinen nicht jede CNC-gesteuerte Koordinatenmessmaschine, sondern die auf den Laborbetrieb ausgerichtete Ausführung. Gegenüber allgemeinen CNC-gesteuerten Koordinatenmessmaschinen steht hier der Messraum als Einsatzkontext im Vordergrund. CNC-Messmaschinen mit automatischem Tasterwechsel beschreiben dagegen eine konkrete Ausstattungsfunktion; eine Labormessmaschine kann diese Funktion besitzen, muss es aber nicht.