Was Leuchtschriften technisch ausmacht
Leuchtschriften bestehen aus geformten Schriftzeichen mit integrierter oder hinterleuchteter Lichtquelle. Je nach Aufbau werden einzelne Buchstaben direkt auf der Fassade befestigt, auf Schienen montiert oder auf einem Träger angebracht. Relevant sind dabei unter anderem Lesbarkeit, Proportionen der Schrift, Lichtverteilung, Witterungsbeständigkeit und die saubere Führung der elektrischen Anschlüsse.
Typische Einsatzorte an Gebäuden und Anlagen
Leuchtschriften werden an Geschäfts- und Gewerbebauten, Hotels, Gastronomiebetrieben, Verkaufsstandorten, öffentlichen Einrichtungen und in Innenbereichen mit Publikumsverkehr eingesetzt. An Fassaden dienen sie der Fernwirkung und der eindeutigen Zuordnung eines Standorts. Im Innenraum werden sie etwa bei Empfangszonen, Passagen oder in grossen Gebäudekomplexen für Bezeichnungen und Orientierung verwendet.
Ausführungen nach Aufbau und Lichtwirkung
Üblich sind frontleuchtende, rückleuchtende oder seitlich akzentuierte Ausführungen. Die Lichtwirkung hängt von Material, Tiefe der Buchstaben, Abdeckung, Montageabstand und Umgebung ab. Neben einzeln gesetzten Buchstaben kommen geschlossene Schriftkästen oder kombinierte Systeme mit Symbolen und Logos vor. Bei der Ausführung im Aussenbereich sind Sichtbarkeit bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen sowie Schutz gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung mitzuplanen.
Abgrenzung innerhalb der Spezialleuchten
Innerhalb der Hierarchie gehören Leuchtschriften zu den Spezialleuchten, weil sie eine beschriftungsbezogene Lichtfunktion erfüllen und nicht primär der Raum- oder Flächenbeleuchtung dienen. Von Lichtreklamen unterscheiden sie sich dadurch, dass der Schwerpunkt auf einzelnen Schriftzeichen oder klar abgegrenzten Schriftanlagen liegt, während Lichtreklamen oft breitere Werbeformen mit Flächen, Bildern oder komplexeren Leuchtkörpern umfassen. Gegenüber Fluchtwegbeleuchtungen, Notleuchten oder Bauplatzleuchten haben Leuchtschriften keine sicherheitsbezogene Grundfunktion, sondern eine Kennzeichnungs- und Sichtbarkeitsfunktion.