Aufgabe von Staubförderungsanlagen im Anlagenverbund
Staubförderungsanlagen transportieren trockene oder weitgehend trockene Schüttgüter, die bei der Luftreinhaltung abgeschieden wurden. Dazu gehören etwa Filterstäube, Prozessstäube oder Rückstände aus Abscheidern. Die Förderung kann kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen und muss so in den Anlagenablauf eingebunden sein, dass Austrag, Zwischenlagerung und weitere Behandlung des Materials nachvollziehbar zusammenpassen. Neben dem eigentlichen Förderweg sind deshalb auch Übergabepunkte, Austragseinrichtungen und geschlossene Materialführung relevant.
Typische Einsatzorte unter Filtern, Abscheidern und Silos
Eingesetzt werden Staubförderungsanlagen vor allem dort, wo abgeschiedener Staub aus Trichtern, Sammelbehältern oder Prozessstufen abgeführt werden muss. Typische Einbindungen finden sich unter Gewebefiltern, Zyklonen, Trockenabscheidern oder an Übergängen zu Silos und Sammelcontainern. Je nach Prozess dient die Förderung der Entsorgung, der Rückführung in den Produktionsablauf oder der geregelten Übergabe an nachgeschaltete Dosier- und Austragssysteme. In der Luftreinhaltung ist dabei häufig eine staubarme und dichte Ausführung gefordert, damit kein unerwünschter Stoffaustritt entsteht.
Förderprinzipien und auslegungsrelevante Merkmale
Staubförderungsanlagen können mechanisch oder pneumatisch aufgebaut sein. Welche Ausführung passt, hängt unter anderem von Förderstrecke, Materialmenge, Korngrösse, Abrasivität, Feuchteverhalten und der geforderten Dichtheit ab. Bei feineren oder problematischen Stäuben sind auch Anbackungen, Brückenbildung oder Entmischung zu berücksichtigen. Für die Auslegung ist deshalb nicht nur das Förderprinzip entscheidend, sondern auch das Verhalten des Staubs an Übergabestellen, in Trichtern und bei Stillstand oder Lastwechsel.
Abgrenzung zu Zellenradschleusen, Ventilatoren und Staub-Agglomerierung
Innerhalb der Hierarchie gehört die Leistung zu Anlagenzubehör, Hilfsgeräten und Hilfsmitteln der Luftreinhaltung. Sie ist von einzelnen Komponenten wie Zellenradschleusen, Rohrleitungen oder Steuerungen und Ventilen zu unterscheiden: Solche Bauteile können Teil einer Staubförderungsanlage sein, bilden für sich allein aber noch kein vollständiges Fördersystem. Ebenfalls abzugrenzen sind Ventilatoren und Transport-Ventilatoren, die primär Gasströme bewegen, sowie die Staub-Agglomerierung, bei der Partikeleigenschaften verändert werden. Einrichtungen für den Ex-Schutz sind kein Förderprinzip, sondern eine zusätzliche sicherheitstechnische Anforderung für geeignete Anwendungsfälle.