Funktion in luftreinhaltungstechnischen Anlagen
In der Luftreinhaltung steuern diese Komponenten den Durchfluss von gasförmigen und flüssigen Medien sowie die Ansteuerung einzelner Anlagenteile. Ventile sperren, öffnen, drosseln oder verteilen Medienströme. Steuerungen verarbeiten Signale aus dem Prozess und geben Schalt- oder Stellbefehle an Ventile, Klappen, Pumpen oder andere Aggregate weiter. Damit lassen sich Betriebszustände stabil halten, Medienwege umschalten oder Teilprozesse zeitlich koordinieren.
Typische Einsatzstellen entlang des Prozessablaufs
Steuerungen und Ventile finden sich unter anderem in Absaug- und Abluftsystemen, in Wäschern, Dosierstrecken, Bypass-Leitungen, Spül- und Reinigungsfunktionen sowie in Hilfskreisläufen für Wasser, Chemikalien oder technische Gase. Sie werden auch an Übergängen zwischen einzelnen Apparaten eingesetzt, etwa vor Filtrationsstufen, in Verteilern oder bei der Abführung von Kondensat. Relevant sind sie überall dort, wo Medien nicht nur transportiert, sondern gezielt geschaltet oder geregelt werden.
Ausführungen nach Regelaufgabe und Medium
Die Ausführung richtet sich nach Medium, Temperatur, Druckbereich, Schaltfrequenz und gewünschter Regelgenauigkeit. Üblich sind Absperr-, Regel-, Magnet-, Sicherheits- oder Umschaltventile sowie manuell, pneumatisch oder elektrisch betätigte Varianten. Auf der Steuerungsseite reichen die Lösungen von einfachen Schaltlogiken bis zu eingebundenen Regel- und Überwachungsfunktionen innerhalb der Gesamtanlage. Materialwahl, Dichtkonzept und Antrieb müssen zur chemischen und mechanischen Belastung des Prozesses passen.
Abgrenzung zu Messkreisen, Rohrleitungen und Ventilatoren
Innerhalb des Bereichs Anlagenzubehör, Hilfsgeräte und Hilfsmittel bilden Steuerungen und Ventile die aktive Schalt- und Regelebene für Medienströme. Sie unterscheiden sich von Rohrleitungen, die Medien vor allem führen, sowie von Ventilatoren, die den notwendigen Luftstrom erzeugen. Gegenüber Messkreisen für Emissionsmessung und Immissionsmessung liegt der Schwerpunkt nicht auf der Erfassung von Werten, sondern auf der Ausführung von Schalt- und Regelbefehlen. Auch von Zellenradschleusen oder statischen Mischern grenzen sie sich dadurch ab, dass sie primär Zustände und Durchflüsse steuern statt Feststoffe auszutragen oder Medien passiv zu vermischen.