Förderaufgabe in lufttechnischen Prozessen
Transport-Ventilatoren erzeugen den nötigen Volumenstrom und Druck, um Luft oder Prozessgase durch eine Anlage zu transportieren. Die Auslegung richtet sich nach Fördermenge, Druckverlust im System und Eigenschaften des Mediums. In Anlagen der Luftreinhaltung betrifft das nicht nur saubere Luft, sondern auch staubhaltige, feuchte, korrosive oder thermisch belastete Ströme. Daraus ergeben sich Anforderungen an Laufrad, Gehäuse, Werkstoffe und Antrieb.
Typische Einbindung in Abluft- und Förderstrecken
Eingesetzt werden Transport-Ventilatoren in Absaugungen, Abluftführungen, Entstaubungsanlagen, Prozessabluftsystemen und verfahrenstechnischen Förderstrecken. Sie sitzen vor- oder nachgeschaltet zu Filtern, Abscheidern, Wäschern oder Wärmetauschern, je nach Anlagenkonzept und Belastung des Mediums. Auch längere Kanal- und Rohrleitungswege mit mehreren Einbauten erfordern häufig eine gezielte Ventilatorauslegung. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel mit den übrigen Komponenten des Strömungssystems.
Ausführungen nach Medium, Druck und Betriebsbedingungen
Transport-Ventilatoren unterscheiden sich nach Fördermedium, Druckbereich und konstruktiver Ausführung. Relevante Merkmale sind unter anderem die Beständigkeit gegen Abrasion oder Korrosion, die Eignung für erhöhte Temperaturen sowie das Verhalten bei staubhaltigen oder kondensationsgefährdeten Gasen. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Laufradgeometrien, Gehäuseformen und Antriebskonzepte in Betracht. In sicherheitsrelevanten Umgebungen kann zudem eine abgestimmte Ausführung mit Komponenten für den Ex-Schutz erforderlich sein.
Abgrenzung zu Ventilatoren und anderen Zubehörkomponenten
Innerhalb der Kategorie Anlagenzubehör, Hilfsgeräte und Hilfsmittel bezeichnen Transport-Ventilatoren Ventilatoren mit klarer Förderaufgabe in einer prozessgebundenen Strecke. Von allgemeinen Ventilatoren grenzen sie sich durch die stärkere Einbindung in Rohr-, Kanal- oder Abluftsysteme und durch die Anpassung an das geförderte Medium ab. Gegenüber Staubförderungsanlagen übernehmen sie nicht den mechanischen Transport von Schüttgut, sondern die Bewegung des Luft- oder Gasstroms. Von Steuerungen und Ventilen unterscheiden sie sich funktional, da sie keine Regel- oder Absperrorgane sind, sondern das strömungstechnische Förderaggregat.