Was Farbdosiergeräte und Farbmischgeräte technisch leisten
Farbdosiergeräte geben definierte Mengen eines Farbmediums in einen Materialstrom oder in einen Mischprozess ein. Farbmischgeräte sorgen anschliessend dafür, dass sich das Farbmittel gleichmässig im Kunststoff verteilt. Die Auslegung richtet sich nach Materialform, Dosiergenauigkeit, Durchsatz und den Anforderungen an Farbwechsel und Reinigung. In der Praxis werden Dosierung und Mischung oft als aufeinander abgestimmte Funktionseinheiten betrachtet, auch wenn sie konstruktiv getrennt ausgeführt sein können.
Typische Einsatzfelder in der Kunststoffverarbeitung
Die Geräte kommen dort zum Einsatz, wo Kunststoffe mit konstantem oder wechselndem Farbanteil verarbeitet werden. Das betrifft laufende Produktionsprozesse ebenso wie vorbereitende Materialaufbereitung vor dem eigentlichen Verarbeiten. Relevante Anwendungen sind unter anderem Serien mit häufigen Farbwechseln, kleine Dosiermengen von Farbkonzentraten oder Prozesse mit hohen Anforderungen an Farbkonstanz. Auch bei transparenten, naturfarbenen oder stark pigmentierten Materialien unterscheiden sich die Anforderungen an Dosierung und Mischung deutlich.
Systemvarianten nach Farbmedium und Dosierprinzip
Die Ausführung hängt stark davon ab, ob Granulat, Pulver oder flüssige Farbmittel verarbeitet werden. Üblich sind volumetrische und gravimetrische Dosierprinzipien; bei gravimetrischen Systemen wird die zugeführte Menge über das Gewicht erfasst. Mischgeräte unterscheiden sich zudem nach ihrer Mischintensität und nach der Frage, ob kontinuierlich oder chargenweise gearbeitet wird. Für die Auswahl sind neben der Farbgenauigkeit auch Materialschonung, Restmengen, Reinigungsaufwand und Umrüstzeiten relevant.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen im Bereich Dosieren und Mischen
Farbdosiergeräte und Farbmischgeräte sind auf das kontrollierte Zuführen und Verteilen von Farbmedien ausgelegt. Allgemeine Dosiergeräte oder Dosiersysteme können auch für andere Additive oder Medien vorgesehen sein und sind nicht zwingend auf farbbezogene Anforderungen ausgelegt. Gegenüber gravimetrischen Dosier- und Mischsystemen beschreibt diese Leistung den Anwendungsfokus Farbe, nicht ein bestimmtes Messprinzip. Von Einfärbgeräten und Mischgeräten grenzt sie sich dadurch ab, dass hier die Dosierfunktion des Farbmediums ausdrücklich mitgemeint ist und nicht nur der eigentliche Einfärbprozess.