Trennprinzip von Separiertrommeln
Das Material wird in eine rotierende Trommel aufgegeben und durch deren Bewegung über eine definierte Strecke geführt. Je nach Ausführung passieren kleinere Bestandteile Öffnungen oder Siebflächen, während gröbere Partikel, Agglomerate oder Fremdteile separat ausgetragen werden. Die Trennwirkung wird unter anderem durch Trommelgeometrie, Lochbild oder Siebeinsatz, Neigung und Verweilzeit beeinflusst.
Einsatz bei Granulat, Mahlgut und Pulver
In der Kunststoffverarbeitung kommen Separiertrommeln dort zum Einsatz, wo Materialströme vor dem Dosieren, Mischen oder Fördern vereinheitlicht werden müssen. Typische Anwendungen sind das Abtrennen von Feinanteilen aus Granulat, das Ausscheiden grober Bestandteile aus Mahlgut oder das Auflösen und Separieren von Klumpen in Pulverströmen. Auch bei Rezyklaten können sie zur Vortrennung unerwünschter Bestandteile dienen, bevor das Material weiterverarbeitet wird.
Ausführungen und Trennstufen
Separiertrommeln werden je nach Aufgabe mit unterschiedlichen Lochungen, Siebeinsätzen oder Austragszonen ausgeführt. Verbreitet sind einstufige Systeme mit Gut- und Restfraktion sowie mehrstufige Varianten für mehrere Korngrössenbereiche. Bei staubenden Medien sind geschlossene Bauformen naheliegend, während bei häufigem Materialwechsel eine gute Zugänglichkeit und Reinigung im Vordergrund stehen.
Abgrenzung zu Siebmaschinen, Dosiersystemen und Mischern
Innerhalb der Hierarchie unter Dosieren und Mischen übernehmen Separiertrommeln eine vorbereitende Funktion. Im Unterschied zu Dosiergeräten, gravimetrischen Dosiersystemen oder Dosier-Mischanlagen legen sie keine Materialmenge fest, sondern bereiten den Stoffstrom durch Separation auf. Gegenüber Siebmaschinen basiert die Trennung auf der rotierenden Trommel mit kontinuierlicher Materialbewegung, und im Gegensatz zu Mischern wie Butterflymischern, Horizontalmischern oder Taumelmischern steht nicht die Homogenisierung, sondern die Aufteilung in Fraktionen im Vordergrund.