Werkstoffaufbau von EBA
EBA besteht aus Ethylen als Hauptbaustein und Butyl-Acrylat als Comonomer. Durch den Acrylatanteil entsteht ein Ethylen-Copolymer mit anderer Werkstoffcharakteristik als bei klassischen Polyolefinen wie PE oder PP. Je nach Zusammensetzung verschieben sich unter anderem Steifigkeit, Flexibilität, Zähigkeit und das Verhalten in der Verarbeitung.
Typische Einsatzkontexte für EBA
EBA wird eingesetzt, wenn ein Ethylen-basierter Kunststoff gezielt modifiziert werden soll. Das betrifft vor allem flexible Formulierungen, Polymermischungen, Compounds sowie Materialaufbauten mit mehreren Schichten oder Funktionen. Ob EBA geeignet ist, hängt von der gewünschten Werkstoffkombination und den verarbeitungstechnischen Anforderungen des jeweiligen Systems ab.
Materialvarianten und Formmassen
Innerhalb der EBA-Typen unterscheiden sich die Produkte unter anderem durch den Anteil an Butyl-Acrylat und durch verarbeitungsrelevante Kennwerte der Schmelze. Diese Unterschiede wirken sich auf Härte, Dehnverhalten, Zähigkeit und die Eignung für bestimmte Mischungen aus. Im vorliegenden Hierarchiekontext ist vor allem die Ausprägung als Formmasse relevant.
Abgrenzung zu PE, EAA, EVOH und POE
EBA ist von Polyethylen abzugrenzen, weil es nicht nur aus Ethylen-Einheiten besteht, sondern zusätzlich Acrylatanteile enthält. Gegenüber Ethylen-Acryl-Säure (EAA) fehlt die saure Funktionalität, und gegenüber Ethylen-Vinyl-Alkohol (EVOH) steht nicht die Barriereeigenschaft im Vordergrund. Im Unterschied zu Polyolefin Elastomeren (POE) oder Polyolefin Plastomeren (POP) gehört EBA zu den acrylatmodifizierten Ethylen-Copolymeren.