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Polyole, (halogenierte)

Polyole, (halogenierte) werden in der Kunststoffverarbeitung vor allem als reaktive Rohstoffe für Polyurethan-Systeme eingesetzt. Die Stoffgruppe umfasst Verbindungen mit mehreren Hydroxylgruppen; halogenierte Typen enthalten zusätzlich chemisch gebundene Halogene. Im Unterschied zu klassischen Thermoplasten stehen hier nicht Schmelzverarbeitung und Granulat, sondern Formulierung, Reaktivität und Systemaufbau im Vordergrund.
  • Basiskomponente für PUR

Chemische Merkmale von Polyolen und halogenierten Typen

Polyole sind Verbindungen oder vorpolymere Rohstoffe mit mehreren Hydroxylgruppen. Diese funktionellen Gruppen machen sie zu Reaktionspartnern für Isocyanate bei der Herstellung von Polyurethanen. Halogenierte Polyole enthalten zusätzlich gebundene Halogene, was sie von nicht halogenierten Varianten abgrenzt. In der Praxis werden solche Rohstoffe nicht allein nach ihrem Namen, sondern auch nach reaktiven Kennwerten und ihrem Verhalten in einer Formulierung beurteilt.

Typische Verwendung als Basiskomponente für PUR

Der naheliegende Einsatzbereich dieser Stoffgruppe liegt in PUR-Systemen. Polyole bestimmen dort unter anderem, ob eine Formulierung eher für Schaumstoffe, Elastomere, Beschichtungen, Klebstoffe oder Dichtmassen geeignet ist. Halogenierte Typen werden eingesetzt, wenn die Rezeptur neben mechanischen und verarbeitungstechnischen Eigenschaften auch Anforderungen an das Brandverhalten berücksichtigen soll. Welche Ausführung passt, hängt vom gesamten System und nicht nur vom Polyol selbst ab.

Unterscheidung nach Aufbau und Formulierungsparametern

Innerhalb der Stoffgruppe wird nach chemischem Aufbau, Funktionalität, Molekulargewicht und weiteren produktspezifischen Kennwerten unterschieden. Für die Verarbeitung relevant sind unter anderem Reaktivität, Viskosität und die Verträglichkeit mit weiteren Formulierungsbestandteilen. Bei halogenierten Produkten kommt die Art und der Anteil des gebundenen Halogens als zusätzlicher Auswahlfaktor hinzu. Diese Unterschiede wirken sich auf die spätere PUR-Struktur und auf das Verarbeitungsfenster aus.

Abgrenzung zu PE, PP und anderen Polyolefin-Rohstoffen

In dieser Rohstoffhierarchie sind Polyole einer Gruppe mit kohlenwasserstoffbasierten Polymeren zugeordnet, fachlich treten sie hier jedoch primär als reaktive Ausgangsstoffe auf. Damit unterscheiden sie sich klar von Geschwisterleistungen wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polybutylen (PB), die typischerweise als thermoplastische Formmassen verarbeitet werden. Auch gegenüber Ethylen-Copolymeren wie EAA oder EBA ist der Einsatz anders gelagert, weil Polyole nicht als klassisches Spritzguss- oder Extrusionsmaterial im Vordergrund stehen. Die Unterleistung "Basiskomponente für PUR" beschreibt diesen spezifischen Einsatz innerhalb der Kunststoff-Rohstoffkette.

0 Anbieter

Die folgende Firmenliste ordnet Anbieter im Bereich Polyole, (halogenierte) innerhalb der Kunststoff-Rohstoffkette ein. Je nach Unternehmen liegt der Schwerpunkt auf Handel, Distribution oder PUR-nahen Rohstoffen.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Polyole, (halogenierte)

  • Sind Polyole und Polyurethane dasselbe?

    Nein. Polyole sind Rohstoffe, die zusammen mit weiteren Komponenten zu Polyurethanen reagieren.

  • Wofür werden halogenierte Polyole eingesetzt?

    Vor allem in PUR-Formulierungen, bei denen neben der Verarbeitbarkeit auch das Brandverhalten berücksichtigt wird.

  • Werden Polyole wie PE oder PP als Granulat verarbeitet?

    In der Regel nein. Sie werden meist als flüssige oder viskose reaktive Rohstoffe formuliert und nicht als klassische Thermoplast-Schmelze verarbeitet.

  • Was unterscheidet halogenierte von nicht halogenierten Polyolen?

    Halogenierte Typen enthalten zusätzlich gebundene Halogene. Dadurch unterscheiden sie sich in ihrer chemischen Zusammensetzung und in ihrem Verhalten innerhalb einer PUR-Rezeptur.


Weitere Leistungen unter
Polyolefine (Kohlenwasserstoffbasierte Polymere)

  • Polyethylen (PE)
    57 Firmen
  • Polypropylen (PP)
    52 Firmen
  • Polyethylenterephthalat (PET)
    36 Firmen
  • Polyethylen porös
    4 Firmen
  • Polyolefin Elastomer (POE)
    4 Firmen
  • Polybutylen (PB)
    3 Firmen
  • Butylkautschuk (BR)
    2 Firmen
  • Ethylen-Acryl-Säure (EAA)
    2 Firmen
  • Ethylen-Butil-Acrylat Copolymer (EBA)
    2 Firmen
  • Ethylen-Vinyl-Alkohol (EVOH)
    2 Firmen
  • Polyethylen chloriert (PE-C)
    1 Firma
  • Polyethylennaphtenat (PEN)
    1 Firma
  • Polyolefin Plastomer (POP)
    1 Firma
  • Polyethylen glasklar
  • Polyethylen-Vinylacetat (Polyethylen glasklar)
  • Polyisobutylen (PIB)

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