Werkstoffprofil von PET
PET gehört zu den linearen Thermoplasten auf Polyesterbasis. Je nach Typ und Kristallisationsgrad kann der Werkstoff transparent oder opak ausgeführt sein. Typisch sind eine gute Steifigkeit, eine saubere Oberflächenabbildung und eine für technische Kunststoffteile geeignete Dimensionsstabilität. Bei der Verarbeitung reagiert PET empfindlich auf eingetragene Feuchtigkeit, weshalb die Vortrocknung des Materials in vielen Anwendungen zum Prozess gehört.
Einsatzfelder für PET-Rohstoffe
PET wird je nach Ausführung in Verpackungsanwendungen, Folien, technischen Spritzgussteilen und extrudierten Produkten eingesetzt. Im technischen Bereich kommt das Material unter anderem für Bauteile mit definierten Oberflächen, Geometrien und elektrischer Isolationswirkung in Frage. Halbzeuge aus PET werden verwendet, wenn Teile spanend bearbeitet oder in kleineren Serien gefertigt werden. Welche Ausführung geeignet ist, hängt von Geometrie, Temperaturbereich, mechanischer Belastung und den Anforderungen an Transparenz oder Verstärkung ab.
Formmassen, glasfaserverstärkte Typen und Halbzeug
Unverstärkte PET-Formmassen werden vor allem dort eingesetzt, wo ein ausgewogenes Verhältnis aus Verarbeitbarkeit, Oberflächenqualität und Steifigkeit gefragt ist. Glasfaserverstärkte PET-Typen sind auf höhere mechanische Anforderungen ausgelegt und werden für belastete technische Teile verwendet. Unter PET-Halbzeug fallen beispielsweise Platten, Stäbe oder andere Ausgangsformen für die spanende Bearbeitung. Diese Unterteilung ist für die Materialauswahl relevant, weil sich Compound, Faseranteil und Lieferform direkt auf Verarbeitung und Bauteilverhalten auswirken.
Abgrenzung zu PE, PP und PEN innerhalb der Rohstoffhierarchie
Innerhalb dieser Rohstoffhierarchie wird PET als eigene Materialgruppe geführt. Werkstofflich unterscheidet sich PET deutlich von klassischen Polyolefinen wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP), da PET ein Polyester mit anderen Verarbeitungs- und Eigenschaftsprofilen ist. Im Vergleich zu PE und PP stehen bei PET häufig Steifigkeit, Oberflächenbild und Formstabilität im Vordergrund, während die Trocknung des Materials höhere Aufmerksamkeit verlangt. Zu Polyethylennaphthenat (PEN) besteht eine chemische Nähe, dennoch handelt es sich um einen eigenständigen Werkstoff mit abweichenden Einsatzprofilen.