Wie Laserabtragen technisch arbeitet
Beim Laserabtragen wird die Energie eines fokussierten Laserstrahls so auf die Werkstückoberfläche eingetragen, dass Material schichtweise entfernt wird. Der Prozess erfolgt ohne mechanischen Werkzeugkontakt. Massgeblich für das Ergebnis sind unter anderem Spotgrösse, Pulscharakteristik, Bearbeitungsstrategie, Werkstoffverhalten und die zulässige Wärmeeinbringung in die Randzone.
Typische Anwendungen an Metallbauteilen
Eingesetzt wird Laserabtragen für feine Konturanpassungen, das selektive Entfernen dünner Schichten, lokale Korrekturen an Werkzeug- und Formeinsätzen sowie für kleine Strukturen auf funktionalen Flächen. Das Verfahren eignet sich besonders für Bereiche, die mit spanenden Werkzeugen schwer erreichbar sind oder bei denen Werkzeugkräfte vermieden werden sollen. Auch bei harten oder empfindlichen Werkstoffen kann die berührungslose Bearbeitung Vorteile für die Prozessführung bringen.
Ausprägungen des Verfahrens in der Lohnbearbeitung
Die konkrete Ausführung hängt von Werkstoff, Bauteilgeometrie und Ziel des Abtrags ab. Unterschieden wird unter anderem zwischen punktuellem Abtrag auf kleinen Zonen, flächigem Schichtabtrag und konturgeführter Bearbeitung entlang definierter Geometrien. Relevante Kriterien sind die gewünschte Abtragtiefe, die Oberflächenqualität nach dem Prozess und die Frage, ob nur eine Beschichtung oder auch Grundmaterial entfernt werden soll.
Abgrenzung zu Erodierverfahren und Lasertexturierung
Innerhalb dieser Leistungsgruppe wird Laserabtragen als präzises Abtragsverfahren neben Erodierprozessen geführt. Anders als Drahterodieren, Bohrerodieren oder CNC-Senkerodieren arbeitet es nicht mit einer Elektrode und nicht nach dem Prinzip der Funkenerosion. Gegenüber der Lasertexturierung steht beim Laserabtragen der gezielte Materialentzug im Vordergrund, während die Texturierung primär definierte Oberflächenmuster und Funktionsstrukturen erzeugt.