Wie Einbrennen und Lackieren bei Metallteilen abläuft
Der Prozess umfasst in der Regel die Vorbereitung der Oberfläche, das Auftragen des Lacks und das anschliessende Einbrennen im Ofen. Die Vorbehandlung richtet sich nach Werkstoff, Verschmutzung und gewünschtem Schichtaufbau und kann je nach Anwendung Entfetten, Reinigen oder weitere vorbereitende Schritte umfassen. Beim Einbrennen härtet das Lacksystem unter Wärmeeinwirkung aus, wodurch Haftung, Oberflächenqualität und Beständigkeit des Beschichtungsaufbaus beeinflusst werden.
Typische Einsatzbereiche für eingebrannte Lackoberflächen
Das Verfahren wird bei Blechteilen, Gehäusen, Verkleidungen, Profilen, Apparatebauteilen und anderen Metallkomponenten eingesetzt, wenn eine gleichmässige Lackoberfläche mit definiertem Erscheinungsbild gefordert ist. Häufige Anforderungen sind Farbgebung nach Vorgabe, Schutz im Innen- oder Aussenbereich sowie eine saubere, reproduzierbare Oberfläche für sichtbare Bauteile. Auch bei Teilen mit wiederkehrenden Seriengeometrien ist das Verfahren verbreitet.
Lacksysteme und Ausprägungen des Verfahrens
Einbrennen und Lackieren kann mit unterschiedlichen Lacksystemen und Schichtaufbauten ausgeführt werden. Möglich sind ein- oder mehrschichtige Aufbauten, etwa mit Grundierung und Decklack oder mit zusätzlicher Klarlackschicht. Je nach Bauteil können Teilflächen ausgespart, Kanten besonders berücksichtigt oder bestimmte optische Anforderungen wie Glanzgrad, Struktur oder Farbton umgesetzt werden. Die konkrete Ausführung hängt von Werkstoff, Einsatzumgebung und den Vorgaben an die Oberfläche ab.
Abgrenzung zu Pulverbeschichten, Tauchlackieren und Emaillieren
Einbrennen und Lackieren unterscheidet sich von Pulverbeschichten durch das eingesetzte Beschichtungsmaterial: Hier wird ein flüssiger Lack aufgetragen und thermisch ausgehärtet, während beim Pulverbeschichten ein Pulver aufgebracht und eingebrannt wird. Gegenüber Tauchlackieren ist das Verfahren stärker auf gezielte Applikation einzelner Flächen oder definierter Schichtbilder ausgerichtet, statt auf das vollständige Eintauchen des Werkstücks. Vom Emaillieren grenzt es sich deutlich ab, da dort eine glasartige anorganische Schicht erzeugt wird. Innerhalb der Oberflächenbehandlungen ist Einbrennen und Lackieren damit eine spezifische Form der lacktechnischen Veredelung von Metallteilen.