Wie Gummierungen auf Metall aufgebaut werden
Beim Gummieren wird ein metallischer Grundkörper dauerhaft mit einem elastischen Belag verbunden. Dazu wird die Oberfläche des Trägers in der Regel vorbereitet, damit die Gummischicht haftet und im Betrieb nicht unterwandert oder abgelöst wird. Der Aufbau kann je nach Bauteil als flächige Auskleidung, als Belag auf Mantelflächen oder als partielle Funktionsschicht ausgeführt sein.
Typische Bauteile und Einsatzbedingungen
Gummierte Metallteile werden dort eingesetzt, wo harte Metalloberflächen betrieblich nachteilig wären. Typische Beispiele sind Förder- und Antriebsrollen, Walzen, Auflageflächen, Spann- oder Führungsbauteile sowie ausgekleidete Komponenten mit Kontakt zu Schüttgut, Flüssigkeiten oder mechanischer Belastung. Die Gummierung kann Stösse abfangen, Reibwerte beeinflussen, Geräusche mindern oder empfindliche Gegenstücke schonen.
Ausführungen nach Werkstoff, Härte und Schichtaufbau
Gummierungen unterscheiden sich vor allem in der verwendeten Elastomerqualität, im Härtebereich und in der Schichtdicke. Je nach Anforderung kommen weichere oder härtere Beläge, glatte oder profilierte Oberflächen sowie vollflächige oder partielle Aufbauten zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Abrieb, Temperatur, Medienkontakt, Verformungsverhalten und der geforderten Haftung am Metallträger.
Abgrenzung zu anderen mechanischen Oberflächenbehandlungen
Innerhalb der mechanischen Oberflächenbehandlungen ist Gummieren klar von Lackierungen, Pulverbeschichtungen oder metallischen Aufbauten zu unterscheiden. Im Unterschied zu Beschichten oder Kunststoffbeschichten steht hier nicht primär eine dünne Schutz- oder Dekorschicht im Vordergrund, sondern eine elastische Funktionslage mit definierter mechanischer Wirkung. Gegenüber Aufmetallisieren verändert Gummieren die Oberfläche nicht metallisch, sondern ergänzt den Grundkörper um einen dämpfenden und nachgiebigen Belag.