Funktionsprinzip beim Verschliessen von Dosen
Die Maschine positioniert Dose und Deckel zueinander und erzeugt anschliessend den Verschluss durch formgebende Werkzeuge. Je nach System wird der Deckel angepresst, umgeformt oder mit dem Dosenrand zu einer dichten Verbindung gefügt. Der Prozess muss auf Material, Deckelgeometrie und Behälterabmessungen abgestimmt sein, damit der Verschluss reproduzierbar ausgeführt wird.
Einsatz in Verpackungs- und Fertigungslinien
Dosenverschliessmaschinen stehen typischerweise am Übergang zwischen Befüllung und weiterer Verarbeitung oder Verpackung. Sie kommen in Linien zum Einsatz, in denen metallische Behälter als Verkaufs-, Transport- oder Prozessverpackung verwendet werden. Je nach Aufbau arbeiten sie als Einzelmaschine oder als Teil einer verketteten Anlage mit Zuführung, Transport, Kontrolle und Ausschleusung.
Ausführungen nach Leistung, Format und Automatisierung
Unterschieden wird unter anderem nach manuell unterstützten, halbautomatischen und vollautomatischen Maschinen. Relevante Auslegungsmerkmale sind die verarbeitbaren Dosen- und Deckelformate, die Taktzahl, die Art der Zuführung sowie die Umrüstbarkeit bei Formatwechseln. Für Serien mit konstantem Format werden andere Maschinenkonzepte eingesetzt als für Produktionen mit häufigen Wechseln.
Abgrenzung zu Dosenmaschinen und anderen Blechbearbeitungsmaschinen
Dosenverschliessmaschinen sind auf den Verschluss der fertigen Dose ausgerichtet. Davon zu unterscheiden sind Dosenmaschinen als breitere Kategorie für die Herstellung oder Bearbeitung von Dosenbestandteilen, etwa von Mantel, Boden oder Deckel. Auch gegenüber Bördel-, Sicken- oder allgemeinen Umformmaschinen ist die Leistung enger gefasst: Im Mittelpunkt steht nicht die Einzelbearbeitung eines Blechteils, sondern das prozesssichere Schliessen des Behälters.