Welche Bauteile zu Installationsmaterialien zählen
Im Umfeld von Wasseraufbereitung und Wassergewinnung gehören zu den Installationsmaterialien alle passiven Komponenten für Montage, Verbindung und Leitungsführung. Typisch sind Rohre, Formstücke, Fittings, Kupplungen, Flansche, Dichtungen, Schellen, Halterungen, Schläuche und Übergänge zwischen verschiedenen Werkstoffen oder Nennweiten. Je nach Aufbau können auch Schutzrohre, Gehäusezubehöre oder Montagesets dazugehören, sofern sie der Installation und nicht der eigentlichen Verfahrensfunktion dienen.
Einsatz in Aufbereitungs-, Speicher- und Verteilsträngen
Installationsmaterialien werden überall dort benötigt, wo Anlagenteile verbunden, abgestützt oder in bestehende Leitungsnetze eingebunden werden. Das betrifft zum Beispiel den Anschluss von Filtern, UV-Einheiten, Dosiersystemen, Behältern, Pumpen oder Messstrecken. Auch Bypass-Leitungen, Entleerungen, Probenahmestellen oder die Verbindung zwischen Rohwasser-, Prozesswasser- und Reinwasserbereich gehören zu typischen Einsatzkontexten.
Werkstoffe und Ausführungen im Anlagenumfeld
Die Auswahl der Installationsmaterialien richtet sich nach Medium, Temperatur, Druck, Wasserbeschaffenheit und den eingesetzten Betriebs- oder Reinigungsstoffen. In der Praxis kommen je nach Anlage unter anderem Kunststoff, Edelstahl oder andere korrosionsbeständige Werkstoffe zum Einsatz. Relevant sind zudem die passende Verbindungsart, die chemische Verträglichkeit, die Dichtheit sowie die Eignung für Wartung, Demontage und spätere Erweiterungen.
Abgrenzung zu Armaturen, Messgeräten und Aufbereitungseinheiten
Installationsmaterialien unterscheiden sich von Armaturen, weil sie den Medienstrom in der Regel nicht gezielt absperren, regeln oder steuern. Sie unterscheiden sich auch von pH-Messgeräten, Leitfähigkeits-Messgeräten oder Schwebekörper-Durchflussmessern, da sie keine Messfunktion übernehmen. Gegenüber Wasserfiltern, UV-Entkeimungsanlagen oder Ozonisierungsanlagen bilden sie die bauliche und hydraulische Verbindungsebene innerhalb der übergeordneten Leistung Wasseraufbereitungsanlagen und Wassergewinnungsanlagen.