Speicher-, Puffer- und Prozessfunktion
In Wasseranlagen dienen Kunststofftanks als Vorrats-, Sammel- oder Ausgleichsbehälter. Sie können Rohwasser, aufbereitetes Wasser oder prozessbezogene Medien aufnehmen und zeitliche Schwankungen zwischen Zufluss und Verbrauch ausgleichen. Ebenfalls eingesetzt werden sie als Behälter in Dosier- oder Regenerationsprozessen, sofern Werkstoff und Konstruktion zum Medium passen. Typisch sind korrosionsunempfindliche Ausführungen mit geringem Eigengewicht.
Einsatz in Aufbereitungs- und Wassergewinnungsanlagen
Kunststofftanks werden in Anlagen zur Wassergewinnung und Wasserbehandlung dort eingebunden, wo Wasser gesammelt, zwischengespeichert oder kontrolliert bereitgestellt werden muss. Dazu gehören etwa Vorlagen für Roh- oder Brauchwasser, Zwischenpuffer im Behandlungsablauf oder Behälter für Hilfsmedien der Aufbereitung. Auch in Systemen zur Regenwasser- oder Grauwassernutzung können sie als Einzelkomponente vorkommen. Die konkrete Einbindung hängt von Fördertechnik, Anschlusslage, Entlüftung und Füllstandsüberwachung ab.
Bauformen, Werkstoffe und Ausstattungsmerkmale
Kunststofftanks sind in unterschiedlichen Bauformen erhältlich, etwa stehend, liegend oder rechteckig, offen oder geschlossen. Je nach Anwendung kommen verschiedene Kunststoffe zum Einsatz; entscheidend ist die Beständigkeit gegenüber dem gespeicherten Medium sowie die Eignung für Temperatur, Licht- und Umgebungsbelastung. Zur Ausstattung gehören je nach Aufgabe Anschlüsse, Mannlöcher, Überlauf, Entlüftung, Füllstandsanzeige oder Aufnahmen für Mess- und Dosiertechnik. Bei hygienisch sensiblen Anwendungen ist zudem die Innenausführung des Behälters relevant.
Abgrenzung zu rostfreien Behältern und kompletten Systemen
Kunststofftanks sind als einzelne Behälter innerhalb einer Wasseranlage einzuordnen, nicht als vollständige Aufbereitungs- oder Nutzungssysteme. Sie unterscheiden sich damit von Leistungen wie Wasseraufbereitung, Wasserdesinfektion oder Regenwasser-Nutzungssystemen, die mehrere Verfahrens- und Anlagenteile umfassen. Gegenüber Wasserbehältern aus rostfreiem Stahl liegt der Unterschied vor allem in Werkstoff, Gewicht, Korrosionsverhalten und den prozessspezifischen Anforderungen. Welche Bauart geeignet ist, ergibt sich aus Medium, Einbausituation, Hygienevorgaben und mechanischer Beanspruchung.