Funktionsprinzip statischer Mischer im Wasserstrom
Ein statischer Mischer ist ein Einbauteil fuer Rohrleitungen oder Apparate, das die Stroemung gezielt umlenkt und in Teilstroeme aufteilt. Dadurch werden Fluessigkeiten oder geloeste Zusatzstoffe ohne rotierende Komponenten homogenisiert. Im Unterschied zu dynamischen Mischsystemen nutzt die Bauart nur die vorhandene Stroemungsenergie. Zu beachten sind dabei die Stroemungsverhaeltnisse, der zulaessige Druckverlust und die Eignung der Werkstoffe fuer Wasser und Dosiermedien.
Einsatzstellen in Wasseraufbereitungs- und Wassergewinnungsanlagen
Typische Einsatzstellen liegen hinter Dosierpunkten, an Mischstrecken zwischen Teilstroemen oder vor nachgeschalteten Reaktions- und Kontaktzonen. Statische Mischer kommen etwa bei pH-Korrekturen, bei der Einmischung von Desinfektionsmitteln oder bei der Homogenisierung von aufbereitetem und unbehandeltem Wasser in Betracht. Auch vor Messstellen kann eine gleichmaessige Verteilung sinnvoll sein, wenn ein repraesentativer Zustand im Rohrquerschnitt benoetigt wird. Die konkrete Eignung haengt von Medium, Konzentration, Volumenstrom und Anlagenkonzept ab.
Bauformen und Auswahlkriterien
Statische Mischer werden als Inline-Bauteile oder als Mischeinsaetze innerhalb einer Leitung ausgefuehrt. Unterschiede ergeben sich unter anderem aus der Geometrie der Mischelemente, dem Rohrdurchmesser, dem Anschlussbild und dem verwendeten Material. Fuer die Auswahl sind vor allem Volumenstrombereich, Viskositaet des Mediums, Druckverlust, chemische Bestaendigkeit und Reinigbarkeit relevant. In Anlagen mit wechselnden Betriebszustaenden muss geprueft werden, ob die Mischwirkung ueber den gesamten Lastbereich ausreichend bleibt.
Abgrenzung zu Armaturen, Messgeraeten und Aufbereitungsverfahren
Statische Mischer sind keine Armaturen im eigentlichen Sinn, da sie den Durchfluss nicht primaer absperren, regeln oder sichern, sondern Medien innerhalb der Leitung vermischen. Von Schwebekoerper-Durchflussmessern, pH-Messgeraeten oder Leitfaehigkeits-Messgeraeten unterscheiden sie sich dadurch, dass sie keine Messfunktion uebernehmen. Ebenso sind sie nicht mit Verfahren wie Ozonisierung, UV-Entkeimung oder Wasserdesinfektion gleichzusetzen: Diese behandeln das Wasser, waehrend ein statischer Mischer die Verteilung eines Mediums oder zweier Stroeme verbessert. Innerhalb der Hierarchie gehoert die Leistung damit zu den apparativen Komponenten von Wasseraufbereitungsanlagen und nicht zu den eigentlichen Behandlungsverfahren.