Funktion von Heizmaschinen bei bituminösen Belägen
Heizmaschinen bringen Wärme auf eine definierte Fläche eines Asphalt- oder Belagsaufbaus auf. Dadurch lässt sich die Oberfläche oder eine obere Schicht gezielt erweichen, ohne dass der gesamte Aufbau ersetzt werden muss. Die Maschine schafft damit die Voraussetzung für nachfolgende Arbeitsschritte wie das Öffnen, Anarbeiten, angleichen oder Wiederverbinden eines bestehenden Belags.
Einsatz bei Nähten, Anschlüssen und kleineren Sanierungsflächen
Typische Einsatzorte sind Längs- und Quernähte, Randbereiche, Aufbrüche sowie lokal begrenzte Schadstellen. Heizmaschinen werden auch dort verwendet, wo bestehende und neue Belagsteile sauber aneinander angeschlossen werden sollen. Im Unterschied zu Einbaumaschinen stehen nicht Flächenleistung und Materialeinbau im Vordergrund, sondern die kontrollierte Vorbereitung eines vorhandenen Belags.
Unterschiede bei Arbeitsbreite, Mobilität und Wärmeeintrag
Die Ausführungen reichen von kompakten Geräten für punktuelle Arbeiten bis zu breiteren Systemen für lineare oder flächigere Anwendungen. Unterschiede bestehen vor allem in der Arbeitsbreite, der Mobilität auf der Baustelle und der Steuerbarkeit des Wärmeeintrags. Je nach Aufgabe kann eine Heizmaschine als eigenständige Einheit eingesetzt oder in einen mehrstufigen Sanierungsablauf eingebunden werden.
Abgrenzung zu Heissrecyclern, Gussasphaltkochern und Fertigern
Heizmaschinen sind von Heissrecyclern zu unterscheiden: Ein Heissrecycler verbindet das Erwärmen in der Regel mit weiteren Bearbeitungs- oder Wiederaufbereitungsschritten. Gussasphaltkocher erhitzen das einzubauende Material im Behälter und nicht die bestehende Fahrbahnoberfläche. Gegenüber Schwarzdeckenfertigern, Betonfertigern oder Kompaktasphaltfertigern übernehmen Heizmaschinen keinen kontinuierlichen Belagseinbau, sondern bereiten vorhandene Flächen thermisch vor.