Funktion im Bauablauf
Ein Rampenspritzgerät bringt flüssige Bindemittel oder vergleichbare Materialien auf vorbereitete Flächen auf. Die Ausbringung erfolgt kontrolliert über eine Spritzeinheit, damit Untergrund, Anschlusszone oder Übergangsbereich in der geforderten Intensität benetzt werden. Im Bauablauf steht das Gerät typischerweise zwischen Untergrundvorbereitung und nachfolgenden Schichten oder Belagsarbeiten.
Einsatzbereiche an Rampen, Übergängen und Anschlüssen
Typische Einsatzstellen sind Auf- und Abfahrten, Anrampungen, Einmündungen, Brückenanschlüsse sowie andere Bereiche mit wechselnder Geometrie. Auch bei kleineren Teilflächen und schwer zugänglichen Zonen kann ein separates Spritzgerät sinnvoll sein, wenn keine grossflächige Spritztechnik eingesetzt wird. Im Wegebau betrifft das unter anderem Anschlüsse an bestehende Beläge, Knotenpunkte und Übergänge zwischen unterschiedlichen Bauteilen.
Bauformen und relevante Ausstattungsmerkmale
Je nach Baustelle kommen kompakte mobile Geräte oder fahrzeuggebundene Systeme zum Einsatz. Unterschieden wird unter anderem nach Spritzbreite, Regelbarkeit der Fördermenge, Eignung für das verwendete Material und Handhabung bei kleinen oder verwinkelten Flächen. Für die Auswahl sind neben der Flächengrösse auch Baustellenlogistik, Reinigungsaufwand und die geforderte Genauigkeit der Applikation massgebend.
Abgrenzung zu Bindemittelstreuern und Sprühfertigern
Rampenspritzgeräte gehören innerhalb der Maschinen im Strassenbau zu den Geräten für einen separaten und gezielten Spritzvorgang. Im Unterschied zu Bindemittelstreuern verarbeiten sie keine trockenen oder rieselfähigen Bindemittel, sondern flüssige Materialien. Gegenüber Sprühfertigern übernehmen sie nicht gleichzeitig das Spritzen und den Einbau des Belags, sondern konzentrieren sich auf die vorgelagerte Applikation in definierten Bereichen.