Wassertransport und kontrollierte Verteilung
Ein Wasserwagen kombiniert einen Wassertank mit einer Einrichtung zur dosierten Abgabe. Das Wasser wird auf Flächen, Fahrspuren oder punktuell auf Material aufgebracht, um die Oberflächenfeuchte zu steuern oder Wasser an der Einbaustelle bereitzustellen. Im Unterschied zu einer einfachen Transportlösung ist die Verteilung beim Wasserwagen auf Baustellenabläufe abgestimmt und je nach Maschine regelbar.
Einsatz im Strassen- und Wegebau
Typische Anwendungen sind die Staubbindung auf Baustrassen und Zufahrten, das Anfeuchten von Kies- und Schotterlagen vor der Verdichtung sowie die Versorgung von Bauabschnitten ohne unmittelbaren Wasseranschluss. Wasserwagen werden auch eingesetzt, wenn Oberflächen vor einzelnen Arbeitsschritten gereinigt oder leicht vorgenasst werden sollen. Auf längeren Linienbaustellen dienen sie dazu, Wasser mobil und ohne stationäre Infrastruktur verfügbar zu machen.
Ausführungen nach Fahrwerk und Abgabesystem
Wasserwagen sind als gezogene Anhänger, als Aufbauten auf Lastwagen oder in anderen fahrbaren Konfigurationen erhältlich. Je nach Einsatz verfügen sie über Sprühbalken für die flächige Verteilung, seitliche oder frontale Düsen, Schlauchsysteme für punktuelle Abgabe oder Anschlüsse zum Befüllen anderer Geräte. Relevant sind vor allem Tankvolumen, Reichweite ohne Nachfüllen, Art der Wasserabgabe und die Anpassung an enge innerörtliche Baustellen oder grossflächige Streckenabschnitte.
Abgrenzung zu anderen Maschinen im Strassenbau
Innerhalb der Maschinen im Strassenbau übernimmt der Wasserwagen keine Einbau-, Fräs- oder Verdichtungsaufgaben. Gegenüber Bindemittelstreuern verteilt er kein kalk- oder zementhaltiges Material, sondern ausschliesslich Wasser. Von Rampenspritzgeräten und Sprühfertigern unterscheidet er sich dadurch, dass keine bituminösen Bindemittel oder Emulsionen aufgebracht werden. Damit ist der Wasserwagen eine eigenständige Maschine für Befeuchtung, Staubminderung und Wasserversorgung auf der Baustelle.