Was unter Messen und Prüfen bei Metallteilen verstanden wird
Zur Leistung gehören dimensionelle Messungen, werkstofftechnische Prüfungen sowie zerstörungsfreie und zerstörende Untersuchungen. Gemessen werden unter anderem Masse, Form- und Lagetoleranzen, Rauheit oder Ebenheit. Geprüft werden beispielsweise Härte, Festigkeit, Gefügezustand, Rissfreiheit, Korrosionsverhalten oder Leckage. Je nach Verfahren entstehen reine Messprotokolle oder weitergehende Prüfberichte mit Bewertung der Ergebnisse.
Typische Einsatzsituationen in Fertigung und Qualitätssicherung
Externe Mess- und Prüfdienstleistungen werden eingesetzt, wenn Bauteile verifiziert, Reklamationen untersucht oder Nachweise für Kunden und interne Freigaben benötigt werden. Häufig betrifft dies Erstbemusterungen, Serienkontrollen, Stichproben, Prüfungen nach Wärme- oder Oberflächenbehandlung sowie Untersuchungen an sicherheitsrelevanten Komponenten. Auch bei Prototypen, komplexen Geometrien oder fehlender eigener Messtechnik werden spezialisierte Anbieter beigezogen.
Verfahren von Koordinatenmessung bis Werkstoffanalyse
Zu den geometrischen Verfahren zählen CNC-Koordinaten-Messen, Ebenheitsmessungen, Rauhigkeitsmessungen und Zahnradprüfungen. Im Bereich Werkstoff und Struktur kommen chemische Analysen, metallurgische Prüfverfahren, Härteprüfungen, Festigkeitsprüfungen sowie Korrosionsuntersuchungen zum Einsatz. Für die zerstörungsfreie Prüfung werden unter anderem Rissprüfungen, Ultraschallprüfungen, Röntgenprüfungen und Helium-Lecktests genutzt. Ergänzend können Klimatests oder Oberflächenreinheitsprüfungen erforderlich sein, wenn das Einsatzumfeld oder nachgelagerte Prozesse dies verlangen.
Abgrenzung zu anderen Lohnarbeiten in der Metallbranche
Innerhalb der Hierarchie gehört Messen und Prüfen zu den spanlosen Lohnarbeiten, unterscheidet sich aber klar von Bearbeitungs- und Veredelungsprozessen. Im Gegensatz zu Blechbearbeitungen, Schweissen oder Löten wird das Teil nicht gefertigt oder gefügt. Anders als bei Oberflächenbehandlungen oder Wärmebehandlung steht nicht die gezielte Veränderung des Werkstoffs im Vordergrund, sondern die Ermittlung seines Zustands und seiner Eigenschaften. Die Unterleistungen reichen dabei von einzelnen Messaufgaben bis zu spezialisierten Prüfverfahren für Geometrie, Werkstoff, Oberfläche und Dichtheit.