Wie ein Helium-Lecktest Leckagen nachweist
Beim Helium-Lecktest wird ein Prüfling mit Helium beaufschlagt oder auf der Gegenseite evakuiert, damit austretendes Prüfgas messtechnisch erfasst werden kann. Geprüft wird nicht die Festigkeit des Werkstoffs, sondern die Dichtheit gegenüber Gasen. Das Verfahren eignet sich für Bauteile, bei denen Undichtheiten über Schweissnähte, Fügepunkte, Dichtstellen oder mikroskopische Fehlstellen auftreten können.
Typische Prüflinge im Metallbereich
Geprüft werden unter anderem geschweisste Gehäuse, Rohr- und Leitungsbaugruppen, Behälter, Ventile, Wärmetauscher sowie Komponenten für Vakuum- oder Druckanwendungen. Der Helium-Lecktest kommt sowohl nach der Fertigung als auch nach Reparaturen, Umbauten oder vor der Endabnahme zum Einsatz. Relevant ist das Verfahren überall dort, wo selbst kleine Gasverluste die Funktion, Sicherheit oder Prozessstabilität beeinträchtigen können.
Prüfanordnungen und Verfahrensvarianten
Je nach Bauteil und Prüfziel werden unterschiedliche Anordnungen verwendet. Bei der Vakuum- oder Kammerprüfung wird die Gesamtleckage eines Prüflings erfasst, während Schnüffel- oder Sprühverfahren gezielt nach lokalen Austrittsstellen suchen. Welche Variante geeignet ist, hängt unter anderem von Geometrie, Zugänglichkeit, geforderter Nachweisempfindlichkeit und dem gewünschten Prüfablauf ab.
Abgrenzung zu anderen Prüfleistungen
Innerhalb von Messen und Prüfen ist der Helium-Lecktest auf Dichtheit ausgelegt. Rissprüfungen, Röntgenprüfungen und Ultraschallprüfungen untersuchen dagegen Materialfehler, innere Strukturen oder Nahtqualität, ohne zwingend eine Aussage zur Gasdichtheit zu liefern. CNC-Koordinaten-Messen, Ebenheitsmessungen oder Rauhigkeitsmessungen prüfen Geometrie und Oberflächenzustand, nicht jedoch das Leckverhalten eines geschlossenen Systems.