Funktion von Combirohr-Haltesystemen in Messaufbauten
Combirohr-Haltesysteme sind modulare Rohr- und Verbindungselemente, mit denen Sensoren mechanisch befestigt und räumlich ausgerichtet werden. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Sensorabstand, Winkel oder Ansprechrichtung an ein Prüfteil, eine Referenzfläche oder einen Prozessschritt angepasst werden müssen. Die Halterung beeinflusst dabei die Stabilität des Messaufbaus, die Wiederholbarkeit der Position und den verfügbaren Bauraum.
Typische Einsatzbereiche in Prüfung und Fertigung
Verwendet werden solche Systeme in Prüfmitteln, Messplätzen, Lehrenaufbauten und maschinennahen Prüfeinrichtungen. Sie eignen sich für Anwendungen, in denen Sensoren an wechselnden Bauteilgeometrien oder in beengten Einbausituationen positioniert werden müssen. Auch bei Vorserien, Versuchsanordnungen oder umrüstbaren Prüfstationen ist der modulare Aufbau sinnvoll, weil sich Haltepunkte und Ausrichtung ohne vollständigen Neubau anpassen lassen.
Aufbau, Verstellbarkeit und typische Ausführungen
Ein Combirohr-System besteht üblicherweise aus Rohrelementen, Verbindern, Klemmen und Befestigungspunkten für den Sensor oder dessen Aufnahme. Je nach Ausführung stehen gerade, abgewinkelte oder mehrteilig kombinierbare Aufbauten zur Verfügung. Relevant sind dabei die mechanische Steifigkeit, die Art der Klemmung, die Möglichkeiten zur Justierung sowie die Anbindung an Gestelle, Platten oder Vorrichtungen. Welche Ausführung passt, hängt unter anderem von Sensorgrösse, Einbaulage, Umgebung und geforderter Reproduzierbarkeit ab.
Abgrenzung zu Messstativen und Spannsystemen für Prüfteile
Innerhalb der Lehren und Messmittel gehören Haltesysteme für Sensoren zu den aufbaubezogenen Komponenten eines Mess- oder Prüfplatzes. Sie unterscheiden sich von Messstativen dadurch, dass sie nicht primär für klassische Messuhren oder manuell geführte Messeinsätze ausgelegt sind, sondern für fest montierte Sensorik in Vorrichtungen. Von Spannsystemen für Prüfteile grenzen sie sich dadurch ab, dass sie das Messmittel oder den Sensor tragen, nicht das Werkstück selbst. Gegenüber allgemeinen Lehren liegt der Schwerpunkt nicht auf der geometrischen Gut-Schlecht-Prüfung, sondern auf der mechanischen Integration von Sensoren.