Was Zentriergeräte im Prüf- und Messumfeld leisten
Zentriergeräte unterstützen das genaue Ausrichten von Bauteilen oder Funktionsflächen, wenn eine definierte Mittellage erforderlich ist. Typisch ist die Zentrierung von Innen- oder Aussendurchmessern, Achsen oder geometrischen Bezugselementen. Ziel ist nicht in erster Linie die direkte Massaufnahme, sondern eine reproduzierbare Ausgangslage für nachfolgende Messungen, Kontrollen oder Bearbeitungsschritte.
Typische Anwendungen an Bohrungen, Wellen und Vorrichtungen
Zum Einsatz kommen Zentriergeräte unter anderem bei rotationssymmetrischen Werkstücken, bei der Prüfung von Bohrungsbezügen, beim Einrichten von Spann- oder Prüfaufbauten sowie bei der Ausrichtung von Bauteilen vor einer Vergleichsmessung. Sie werden dort benötigt, wo Lagefehler die Aussagekraft einer Messung beeinflussen würden. Auch bei wiederkehrenden Prüfabläufen in Werkstatt, Fertigung oder Qualitätssicherung sind sie relevant.
Ausführungen nach Bezugspunkt und Einsatzart
Zentriergeräte können für Innenzentrierung, Aussenzentrierung oder für definierte geometrische Referenzen ausgelegt sein. Je nach Anwendung werden sie als einfache mechanische Hilfsmittel, als Bestandteil einer Prüfvorrichtung oder in Kombination mit weiteren Messelementen eingesetzt. Die Ausführung richtet sich nach Werkstückgeometrie, Toleranzanforderung, Wiederholhäufigkeit und der Frage, ob die Zentrierung manuell oder innerhalb eines festen Prüfablaufs erfolgen soll.
Abgrenzung zu Messdornen, Messuhren und Spannsystemen
Innerhalb der Kategorie Lehren und Messmittel sind Zentriergeräte von eigentlichen Messmitteln zu unterscheiden. Messdorne prüfen oder referenzieren in der Regel definierte Durchmesser, Messuhren und Messtaster erfassen Abweichungen, und Spannsysteme halten Prüfteile in Position. Zentriergeräte dienen dagegen primär dem Ausrichten auf eine Mitte oder Achse. Sie ergänzen diese Werkzeuge, ersetzen sie aber nicht.