Prüfung von Winkeln und Rechtwinkligkeit
Diese Werkzeuge erfassen, ob ein vorhandener Winkel dem geforderten Wert entspricht oder davon abweicht. Geprüft werden unter anderem Aussen- und Innenwinkel, die Lage von Bearbeitungsflächen sowie die Rechtwinkligkeit von Kanten und Anschlägen. Die Kontrolle erfolgt meist im Bezug zu einer Referenzfläche oder zu einem eingestellten Sollwinkel.
Typische Anwendungen in der Metallbearbeitung
Winkel-Kontrollierwerkzeuge kommen bei gefrästen, geschliffenen, gebohrten oder abgekanteten Teilen zum Einsatz. Sie werden auch bei Vorrichtungen, Werkzeugen, Schweisskonstruktionen und Maschinenkomponenten verwendet, wenn die geometrische Ausrichtung geprüft werden muss. Häufige Prüfaufgaben sind 90-Grad-Bezüge, Fasen, Schrägen und definierte Winkelstellungen zwischen mehreren Flächen.
Feste, verstellbare und ablesbare Ausführungen
Ein Teil der Werkzeuge arbeitet mit festen Referenzwinkeln und eignet sich für den schnellen Vergleich am Werkstück. Verstellbare Ausführungen lassen sich auf einen Sollwinkel einstellen und für wiederkehrende Prüfungen nutzen. Ablesbare Varianten mit Skala oder Anzeige dienen dann, wenn der Winkelwert selbst ermittelt oder eine Abweichung dokumentiert werden soll.
Abgrenzung zu anderen Lehren und Messmitteln
Im Unterschied zu Schiebelehren, Mikrometern oder Tiefenmessgeräten erfassen Winkel-Kontrollierwerkzeuge keine linearen Masse, sondern die geometrische Beziehung zwischen Flächen oder Kanten. Gegenüber Lehren mit festem Mass sind sie auf Winkelprüfung ausgerichtet und nicht auf Durchmesser- oder Passkontrollen. Messtaster und Messuhren können bei der Ausrichtung unterstützen, ersetzen jedoch kein Werkzeug zur direkten Winkelkontrolle.