Was beim Entmagnetisieren bearbeitet wird
Entmagnetisiert werden ferromagnetische Werkstoffe und Bauteile, die nach vorherigen Prozessschritten eine unerwuenschte Magnetisierung aufweisen. Ziel ist nicht die Veraenderung von Form, Abmessung oder Oberflaeche, sondern die Verringerung des magnetischen Restfelds. Dadurch haften Spaene, Schleifstaub oder feine Metallpartikel weniger stark an, und Bauteile lassen sich in bestimmten Anwendungen besser messen, montieren oder reinigen.
Typische Anlaesse in der Metallbearbeitung
Restmagnetismus tritt unter anderem nach spanender Bearbeitung, Schleifen, Umformen, magnetischem Spannen, Heben mit Magneten oder nach einzelnen Pruef- und Handhabungsschritten auf. Entmagnetisieren ist dann sinnvoll, wenn anhaftende Partikel die Oberflaechenqualitaet beeintraechtigen, wenn Messmittel beeinflusst werden koennen oder wenn Baugruppen auf magnetische Stoerfelder empfindlich reagieren. Auch vor dem Verpacken oder vor nachgelagerten Beschichtungs- und Reinigungsprozessen kann eine Entmagnetisierung erforderlich sein.
Verfahrensformen und Auslegung nach Bauteil
Die praktische Umsetzung richtet sich nach Geometrie, Werkstoff, Abmessung und gefordertem Restmagnetismus. Ueblich sind Verfahren mit wechselnden Magnetfeldern, deren Wirkung kontrolliert abgebaut wird, etwa fuer Einzelteile, Serienbauteile oder kontinuierlich gefuehrte Werkstuecke. Je nach Aufgabe kommen stationaere Anlagen, Durchlaufloesungen oder handgefuehrte Geraete in Frage. Entscheidend ist, dass die Entmagnetisierung zum Bauteil und zur nachfolgenden Verwendung passt.
Abgrenzung zu anderen Verfahren der Metallbearbeitung
Entmagnetisieren gehoert in der Hierarchie zu den sonstigen Verfahren, weil dabei kein Umformen, Fuegen oder Abtragen stattfindet. Im Unterschied zu Laserbearbeitung, Nieten oder Ziehschnitt wird die Geometrie nicht veraendert. Gegenueber Kugelstrahlen oder Verfestigungsstrahlen steht nicht die Oberflaechenbearbeitung oder Randzonenbeeinflussung im Vordergrund, sondern ausschliesslich der magnetische Zustand des Werkstuecks. Das Verfahren ist damit eine gezielte Nachbehandlung fuer spezielle technische Anforderungen.